Beamte - Gehaltsverhandlungen in OÖ starten kommende Woche

Linz (APA) - Nach dem Gehaltsabschluss der Beamten auf Bundesebene von 2,33 schert Oberösterreich aus. Einmal mehr ist der Grund der ausgeru...

Linz (APA) - Nach dem Gehaltsabschluss der Beamten auf Bundesebene von 2,33 schert Oberösterreich aus. Einmal mehr ist der Grund der ausgerufene Sparkurs, der nur etwa ein Prozent vorsieht. Kommende Woche starten die Gehaltsverhandlungen mit den öffentlich Bediensteten. Die Gewerkschaft hat bereits im Vorfeld zu Protestmaßnahmen aufgerufen.

LH Thomas Stelzer (ÖVP) teilte am Freitag gemeinsam mit seinem Regierungspartner LHStv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) mit, dass man nicht den Weg anderer Bundesländer wie Wien, Niederösterreich oder der Steiermark eingeschlagen wolle, die sich „2018 wieder mit Hunderten Millionen Euro verschulden“. Dennoch wollen die beiden für kleinere und mittlere Einkommen eine „spürbare Erhöhung“ erreichen.

Auch wenn Stelzer keine konkreten Zahlen vor Beginn der Gehaltsverhandlungen nennen will, so dürfte es doch bei dem Kurs bleiben, den er bereits bei der Budgetpräsentation vorgegeben hat: Ein Plus von „einem knappen Prozent“ für die Gehälter im öffentlichen Dienst sei budgetiert und das Land werde „nicht jeden Sprung, der auf Bundesebene ausverhandelt wird“ mitmachen.

Ein Prozent „ist weniger als die Inflation und bedeutet somit reale Einkommensverluste für die Beschäftigten“, ärgerte sich Norbert Haudum, Landesvorsitzender der Gemeindebediensteten-Gewerkschaft Younion. Laut Gewerkschaft seinen bis zu 65.000 Arbeitnehmer betroffen - neben den Landesbediensteten auch Beschäftigte in Kindergärten, Spitälern oder Gemeinden.

GPA-djp-Geschäftsführer Andreas Stangl sieht einen „Anschlag auf die Einkommen von Menschen, die ohnehin nicht gerade zu den Spitzenverdienern gehören“ und vida-Chef Helmut Woisetschläger will „sicher nicht kampflos zulassen, dass die Beschäftigten in Oberösterreich von Schwarz-Blau derart behandelt werden“. Die drei Gewerkschaften haben daher zu einer Kundgebung am 5. Dezember aufgerufen, um die Übernahme des Bundesabschlusses zu erreichen. Zudem läuft eine Unterschriftenaktion.

Die Gespräche auf Landesebene werden Stelzer als Personalverantwortlicher im Landesdienst sowie die Landesräte Christine Haberlander für den Spitalsbereich und Max Hiegelsberger (alle ÖVP) als Gemeindereferent mit Vertretern der Gemeindebediensteten führen. Stelzer und Haimbuchner betonten, dass es einen „maßvollen Gehaltsabschluss“ geben werde. Die Gewerkschaft versteht unter „maßvoll“ allerdings die 2,33 Prozent auf Bundesebene.


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