Osttirol

Neuer Kalender mit nostalgischem Blick zurück

Das Kalendermotiv für den Monat Juni: „Pluna-Leit“ in Hopfgarten-Plon. Das Foto entstand im Jahr 1959.
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Für den Deferegger Heimatkalender 2018 wurde wieder nach alten Motiven aus dem Tal gestöbert. Der mit viel Feingefühl gestaltete Jahresbegleiter ist ab 22. November zu haben.

Von Claudia Funder

St. Veit i. Def. –Im zu Ende gehenden Jahr scheinen sie wieder allerorts wie Schwammerl aus dem Boden zu wachsen, die neuen Kalender. An einem besonders ansprechenden Exemplar wird Jahr für Jahr in Osttirol gebastelt. Und davor eifrig in Schubladen, Fotoschachteln, Kellern und Dachböden gestöbert.

Das Jännermotiv: Weihnacht 1941 – Freude über neue Ski in Mariahilf.
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Der Deferegger Heimatkalender im A3-Format erfreut nicht nur mit zwölf nostalgischen Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Tal, er ist auch mit ebenso vielen Zusatzseiten bestückt. Diese liefern heuer historische Beiträge, die vermitteln, was vor 50 und 100 Jahren geschah, und geben zudem wertvolle Tipps für das Garteln ohne Garten, also auf der Terrasse und auf dem Balkon. Und natürlich dürfen auch diesmal die beliebten G’schichtlen und Sprüchlen aus dem Tal nicht fehlen.

Es ist einer jener Kalender, den man immer wieder gern von der Wand nimmt, um in Ruhe darin zu blättern. Und dem der Volkskundler Wolfgang Pfaundler attestierte, der schönste Kalender in Österreich zu sein.

Nun liegt die mittlerweile 19. Auflage versandfertig auf dem Tisch. Und eines ist schon jetzt sicher: Der Kalender wird nicht nur in Osttiroler Wohn- und Bauernhäusern hängen, sondern erneut auch viele Wände in aller Welt zieren. Die Zahl der Bestellungen von Gästen und auswärtigen Interessierten mit Deferegger Wurzeln ist groß, der Kalender ist längst ein begehrtes Sammlerstück.

Der Startschuss für den ersten Jahresbegleiter war übrigens 1999 nach einer Ausstellung im Matreier Kessler Stadel gefallen, für die über Frauen in den Hohen Tauern Beiträge und Fotos geliefert worden waren. Ottilie Stemberger fand es damals schade, dass die Schau vorbei war, und hatte die Idee, mit gleichgesinnten Frauen Bilder in einen Kalender zu packen. Das Erstlingswerk der „Deferegger Weibischen“ erschien – unter ebendiesem Titel – im Jahr 2000. Auch die aufwändig gestalteten Zusatzblätter gab es bereits. Durch das positive Echo wurden auch weiterhin Fotos aus dem Tal für den „Deferegger Heimatkalender“, wie er fortan hieß, zusammengetragen. Zwei Jahre später wurde der Kulturverein „Heimat Defereggen“ ins Leben gerufen.

Das rührige Team sammelte auch heuer wieder viel Altes und Verlorengeglaubtes. „Die Arbeit für den Kalender geht das ganze Jahr durch“, betont Stemberger, unermüdlicher Motor des Vorhabens. Wie viele Auflagen es noch geben wird, ist noch unklar. Im kommenden Jahr wird aber in jedem Fall noch der 20. Kalender als Jubiläumsausgabe erscheinen, sagt Stemberger.

Die drei Gemeinden wechseln sich übrigens beim Titelbild ab, für den Kalender 2018 kommt es diesmal aus St. Jakob. Für die Kalenderblätter wurden erneut aus jeder der drei Gemeinden genau vier Fotos verwendet.

Der neue Deferegger Heimatkalender erscheint in einer Auflage von 1300 Stück und ist ab 22. November zu haben. Unter Tel. 0664/4412811 oder heimat-defereggen@aon.at kann der hübsche Jahresbegleiter bestellt werden.

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Catharina Oblasser

Catharina Oblasser

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