Papstbrot kam aus Backofen im Kaunertal

Der Kaunertaler Dorfbäck’ Peter Zangerl ist Erzeuger des „Papstbrotes“, das Bundespräsident Van der Bellen letzte Woche im Vatikan überreicht hat.

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Von Nina Schrott

Kaunertal-Feichten –Dass sich der Bundespräsident gern an seine Jugend im Kaunertal erinnert, hat er oft erwähnt. Bei seinem Besuch im Vatikan vergangene Woche überreichte Alexander Van der Bellen dem Papst nun Brot aus seiner Heimat.

Peter Zangerl, der mit seiner Frau Elfi und Sohn Florian die Dorfbäckerei in Feichten betreibt, ist derjenige, der das Brot für Seine Heiligkeit backen durfte. Die Initiative kam vom ORF. „Anfangs war ich natürlich überrascht, habe aber sofort zugesagt. Womit ich nicht gerechnet habe, ist die große Aufmerksamkeit der Medien“, erzählt Zangerl. Ihm sei zu Beginn nicht klar gewesen, was für „eine große Sache“ das ist. Auf die Frage, welches Brot er verschicken wolle, hatte der Kaunertaler sofort die Antwort: „Für mich war gleich klar, dass der Papst ein paar Tiroggl-Laibe bekommen soll. Das repräsentiert Tirol einfach am besten.“ Das Tiroggl-Brot wurde vor sieben Jahren als Gemeinschaftsprojekt von Oberländer Bauern und Bäckern ins Leben gerufen. Die Hauptzutaten sind Roggen- und Dinkelmehl.

Der Transport der Backwaren von Feichten nach Rom gestaltete sich schwierig, da sie möglichst lange frisch bleiben mussten. Zangerl backte die Laibe in der Nacht auf Montag voriger Woche und fror sie gleich darauf ein – so wurden sie nach Süden verschickt und vor der Zusammenkunft mit dem Pontifex am Donnerstag wieder aufgetaut.

Der Bäckermeister spricht im Rahmen des Projektes von unbezahlbarer Werbung für das Kaunertal und das Bäckerhandwerk. „Es freut mich, dass ich derjenige bin, der das Papstbrot backen durfte. Dass die Tiroggl so ausgezeichnet schmecken, ist aber nicht mein alleiniges Verdienst. Ich sehe das als Zusammenarbeit aller Bäcker, die Tiroggl erzeugen“, betont Zangerl.


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