Ötztaler Kinder lernen „Öffi“

Sölden – Wie weit schwenkt der Schulbus in den Gehsteig hinein? Wer findet schneller Platz: die drängende Klasse oder die geordnete Wartesch...

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Sölden –Wie weit schwenkt der Schulbus in den Gehsteig hinein? Wer findet schneller Platz: die drängende Klasse oder die geordnete Warteschlange? Wie lese ich einen Fahrplan? Fragen, die sich Kinder stellen (sollten), die jeden Tag mit dem Bus zu ihrer Schule gelangen. In der Volksschule (VS) Sölden sind es genau 44 „Fahrschüler“. Für sie war der Besuch der „Öffi School“ kürzlich besonders interessant, denn genau jene Fragen wurden beantwortet.

Die Gemeinschaftsinitiative von Klimabündnis Tirol, Verkehrsverbund Tirol (VVT) und lokalen Verkehrsunternehmen „Öffi School“ wurde 2013 aus der Taufe gehoben und möchte Kindern den Umgang mit dem öffentlichen Verkehr näher bringen. „Wenn man bedenkt, dass 43 Prozent der verbrauchten Energie für Mobilität verwendet werden, ist für die Zukunft die Bewusstseinsbildung für Kinder ein zentrales Anliegen“, weiß Andrä Stigger vom Klimabündnis. Er war gemeinsam mit LHStv. Ingrid Felipe, Michael Gruber vom VVT und Franz Sailer, GF des Partners Ötztaler Verkehrsgesellschaft, zu Gast in der VS Sölden, die sich neben der VS Unterried und der VS Umhausen für die „Öffi School“ angemeldet hat. „Rund 5000 Schüler nahmen bisher in Tirol an der Öffi School teil. Das Projekt, das für die Schulen kostenlos ist, boomt“, präzisierte LHStv. Ingrid Felipe. In vormittäglichen Workshops lernen die Schüler die essentiellen Dinge über den öffentlichen Nahverkehr, bevor es dann ab zu den Live-Impressionen direkt im Bus geht. „Das Vertrauen zum Busfahrer ist sehr wichtig“, weiß „Ötztaler“-Geschäftsführer Franz Sailer, „unsere Chauffeure werden eigens geschult“.

Die Kids staunten über den Schwenkkreis und die umwerfende Bremskraft des Busses und lernten den Sinn der Verhaltensregeln. VS-Direktor Thomas Strigl: „Die Workshops werden gut angenommen. Die wünschte ich mir auch für die Erst- und Zweitklässler.“ (huda)


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