Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend in der Verlustzone

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag überwiegend in der Verlustzone beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio fie...

  • Artikel
  • Diskussion

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Montag überwiegend in der Verlustzone beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 54,86 Zähler oder 0,24 Prozent auf 22.495,99 Punkte. Auch der Hang Seng Index in Hongkong gab 180,13 Zähler (minus 0,60 Prozent) auf 29.686,19 Einheiten ab. Der Shanghai Composite verlor 31,59 Punkte oder 0,94 Prozent auf 3.322,23 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien konnten dagegen jeweils ein kleines Plus vorweisen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.706,96 Zählern mit plus 27,72 Punkten oder 0,08 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um minimale 7,3 Zähler oder 0,12 Prozent auf 6.070,40 Einheiten.

Am Markt wurde zur Begründung der Kursverluste auf die etwas trübere Stimmung an Chinas Börsen verwiesen. Dort würden sich die Anleger um strengere Regeln für Vermögensverwalter sorgen, da dadurch die Umsätze an den Märkten zurückgehen könnten. Hinzu käme anhaltende Zurückhaltung unter den Anlegern, kommentierten Händler.

Dass Japans Ministerpräsident Shinzo Abe das versprochene Konjunkturprogramm vorantreibt, fand indessen kaum Beachtung am Markt. Die Zeitung „Asahi“ berichtete am Wochenende, das Paket im Volumen von umgerechnet gut 15 Mrd. Euro solle offiziell am 8. Dezember auf den Weg gebracht werden.

<p>10x Wanderausrüstung zu gewinnen</p>

<p>TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.</p>

In Tokio zogen Nintendo-Papiere um 2,38 Prozent nach oben. Die Aktien profitierten von Meldungen, dass der wichtige US-Einkaufstag „Black Friday“, an dem deutliche Rabatte angeboten werden, sowie das gesamte Shopping-Wochenende um Thanksgiving solide Umsätze für den Einzelhandel gebracht hätten.

Weit unten auf der Kurstafel sammelten sich japanische Industriewerte. So belegten Chiyoda (minus 2,02 Prozent), Ebara (minus 2,53 Prozent) und Sumitomo Heavy Industries (minus 3,04 Prozent) die hintersten Plätze im Nikkei-225 Index. Auch Mitsubishi Materials und Kawasaki Heavy Industries gaben jeweils knappe zwei Prozent ab.

Nach einer Abstufung durch die Analysten von Morgan Stanley waren Elektronikwerte auf den Verkaufslisten der Anleger zu finden. So rutschten im Nikkei-225 die Titel des Wafer-Hersteller Sumco mit minus vier Prozent ans Ende der Liste ab. In Südkorea büßten zudem Samsung-Aktien fünf Prozent ein. Die US-Großank sieht den Nachfragezyklus für Speicherchips vor dem Höhepunkt und rechnet entsprechend mit Risiken für das Gewinnwachstum der Branche. Für die Aktien von des Elektronik-Riesen Samsung haben sie ihre Votum dementsprechend von „Overweight“ auf „Equal-weight“ gesenkt.

Auch andere Elektronikwerte wie SK Hynix (minus 2,35 Prozent) und LG Display (minus 1,44 Prozent) zogen den südkoreanischen Index nach unten. Der Kospi Composite Index fiel um 1,42 auf 2.508,35 Punkte.


Kommentieren