Prinz Harry und Meghan Markle heiraten im Frühjahr 2018

Prinz Harry ist bald unter der Haube: Im kommenden Frühjahr heiratet er die US-Schauspielerin Meghan Markle. Die Verlobung liegt schon einige Wochen zurück, heute machte es der Palast in London offiziell.

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im September hatte sich das Paar in Kanada zusammen bei den Invictus Games erstmals vertraut und gemeinsam gezeigt.
© REUTERS

London — Der britische Prinz Harry (33) und die US-Schauspielerin Meghan Markle (36, "Suits") haben sich verlobt. Die Hochzeit soll im Frühjahr stattfinden. Harrys Vater sei "erfreut", die Hochzeit seines 33-jährigen Sohnes ankündigen zu dürfen, hieß es am Montag in einer Mitteilung von Charles' Londoner Residenz Clarence House. Das Paar hat sich demnach diesen Monat verlobt.

Das Paar habe sich im November entschieden zu heiraten, hieß es in einer Mitteilung auf dem Twitter-Account des Clarence House, dem Sitz von Prinz Charles. Harry habe Queen Elizabeth II. und enge Familienmitglieder in Kenntnis gesetzt.

Sein Bruder und Thronfolger William und seine Frau Kate äußerten sich ebenfalls: "Wir freuen uns sehr für Harry und Meghan. Es war wunderbar, Meghan kennenzulernen und zu sehen, wie glücklich sie und Harry zusammen sind."

Noch am Nachmittag soll es einen offiziellen Fototermin im Kensington Palast geben. Danach gibt das Paar ein Interview.

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Katz und Maus-Spiel mit den Medien

Die 36 Jahre alte Markle war bereits mit einem Filmproduzenten verheiratet, von dem sie sich vor etwa vier Jahren scheiden ließ. Der 33-jährige Harry hatte sich anfangs über "Sexismus und Rassismus" beklagt, die seine Freundin im Vereinigten Königreich erleiden musste.

Vor etwa einem Jahr hatte das Königshaus die Beziehung von Prinz Harry und Markle offiziell bekanntgegeben. Im vergangenen September zeigten sich die beiden bei den "Invictus Games" in Toronto erstmals turtelnd in der Öffentlichkeit und befeuerten die Gerüchteküche. In London spielten sie dagegen lange Katz und Maus mit den Medien. In einem Interview mit dem Magazin "Vanity Fair" sagte die 36-Jährige, sie habe Harry erstmals im Juli vergangenen Jahres in London getroffen. Sie seien bereits sechs Monate heimlich miteinander ausgegangen, bevor die Medien von ihrer Beziehung Wind bekommen hätten.

"Wir sind ein Paar. Wir sind verliebt", schwärmte Markle, die aus der US-Anwaltsserie "Suits" bekannt ist, in dem Interview. Zugleich habe sie sich durch ihre Beziehung zu einem Prinzen nicht verändert. "Ich bin immer noch dieselbe", beteuerte Markle.

Wenn Schauspielerinnen adelig heiraten

Die Schauspielerin und der Prinz: Wenn Harry und Meghan Markle im Frühjahr vor den Altar treten, wird wieder einmal von einer «Märchenhochzeit» die Rede sein - so wie in diesen Fällen:

GRACE KELLY: Internationaler Glamour erreicht das kleine Fürstentum Monaco, als der Hollywoodstar ("Über den Dächern von Nizza") 1956 Fürst Rainier III. heiratet. Als Fürstin Gracia Patricia stirbt sie 1982 bei einem Autounfall — kurz vor ihrem 53. Geburtstag.

CLOTILDE COURAU (48) dreht nicht nur Filme wie "La Vie en Rose" (2007). Seit ihrer Heirat mit dem italienischen Prinzen Emanuele Filiberto von Savoyen 2003 in Rom ist sie auch Prinzessin von Venedig und Piemont. Die Schauspielerin und der Enkel des letzten italienischen Königs haben zwei Töchter.

ELIA ZAHARIA (34): 2016 gibt der albanische Film- und Theaterstar Prinz Leka das Jawort — Enkel von Zog I., dem bis heute einzigen König des Landes. 1938 war er ins Exil geflohen, die Wiedereinführung der Monarchie lehnten die Albaner 1997 ab. Auch Leka war an der britischen Militärakademie Sandhurst — wie Prinz Harry

Vom Party-Prinzen zum Bräutigam

Markles Mutter war als Sozialarbeiterin tätig, ihr Vater als Lichtdirektor beim Fernsehen. Sie ging in Los Angeles zur Schule, studierte im US-Bundesstaat Illinois und lebte zuletzt in Kanada. Vor ihrer Beziehung mit Harry galt sie als mittelmäßige Schauspielerin. Sie spielte unter anderem in der Anwaltsserie "Suits" mit, bei der sie vor dem Ausstieg steht. Am Hof soll sie auch für ihren Einsatz für Frauenrechte geschätzt werden.

Harry hat einen Imagewandel durchgemacht. Der ehemalige "Party-Prinz" machte zunächst durch Skandale und Frauengeschichten auf sich aufmerksam. Heute unterstützt der Rotschopf, der zwei Mal mit den Streitkräften in Afghanistan war, Kriegsveteranen, HIV-infizierte Kinder und psychisch Kranke. Viele Briten zieht er mit seiner offenen Art und Herzlichkeit in den Bann — so wie einst seine Mutter Diana. (APA/AFP/dpa)


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