Salz- und Düngemittelhersteller K+S will weniger Abwässer versenken

Frankfurt/Kassel (APA/Reuters) - Der deutsche Salz- und Düngemittel-Hersteller K+S hat seinen Rechtsstreit mit dem Umweltschutzverband BUND ...

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Frankfurt/Kassel (APA/Reuters) - Der deutsche Salz- und Düngemittel-Hersteller K+S hat seinen Rechtsstreit mit dem Umweltschutzverband BUND über die Abwasserentsorgung des Salz- und Düngemittel-Herstellers beigelegt. Beide Seiten einigten sich auf einen Vergleich, wie K+S am Montag mitteilte.

Das Kasseler Unternehmen wird dafür auf bis zu eine Million Kubikmeter des für die kommenden vier Jahre genehmigten Versenkvolumens verzichten - Voraussetzung dafür sei jedoch eine normale Wasserführung der Werra. Nach Auslaufen der bis Ende 2021 geltenden Genehmigung will der Konzern zudem keinen neuen Versenkantrag mehr stellen. Der BUND zieht im Gegenzug seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis zurück.

Für K+S ist die Einleitung in die Werra der Hauptentsorgungsweg für salzhaltige Abwässer, da der Konzern zuletzt nur eine geringere Versenkmenge in den Untergrund genehmigt bekam als beantragt. Bei der Einleitung in die Werra ist K+S stark von deren Pegelstand abhängig. 2016 hatte das Unternehmen mit erheblichen Produktionseinschränkungen an seinem Werk Werra zu kämpfen, da die Nordhessen über Monate auf eine neue Genehmigung zur Versenkung salzhaltiger Abwässer, die bei der Kali-Produktion anfallen, warten mussten. Zwar erhielt K+S vor knapp einem Jahr dann doch noch die lange erhoffte Versenkerlaubnis bis 2021, allerdings zum letzten Mal und in einem geringeren Umfang als beantragt. Demnach darf K+S bis 2021 pro Jahr 1,5 Millionen Kubikmeter Salzabwässer versenken, das Unternehmen hatte dagegen eine jährliche Versenkmenge von zwei Millionen Kubikmetern im Durchschnitt beantragt.

Wegen der Abwasserentsorgung befindet sich K+S auch seit Jahren in Auseinandersetzungen mit der thüringischen Gemeinde Gerstungen. Auch dieser Streit soll mit einem Vergleich abgeschlossen werden, eine Einigung hatte das Unternehmen noch für Herbst dieses Jahres angekündigt. Die Gemeinde hatte zuvor unter anderem Strafanzeige gegen Vorstand und Aufsichtsrat von K+S erstattet, unterlag aber in letzter Instanz.

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