,,Sexuelle Belästigung“: Britin fordert Verbot von Dornröschen

Der Kuss im Kinderbuch-Klassiker „Dornröschen“ ist einer britischen Mutter ein Dorn im Auge. Die Szene würde sexuelle Belästigung verharmlosen und Kindern falsche Werte vermitteln. Ihr Twitter-Posting löste einen Sturm der Entrüstung aus.

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Für die Britin ist der Kuss im Märchen "nicht einvernehmlich".
© Disney

London — Im Märchen-Klassiker „Dornröschen" küsst ein Prinz die Prinzessin wach, um sie aus ihrem hundertjährigen Schlaf zu erwecken. Die Szene wirkt unschuldig, fast jedes Kind kennt sie. Und doch vermittelt sie eine „falsche Botschaft", meint eine britische Mutter.

Für Sarah Hall aus Northumberland Park in England handelt es sich dabei um einen „nicht einvernehmlichen Kuss", der schlicht unter die Kategorie „sexuelle Belästigung" falle. Darum möchte sie nicht, dass ihr sechsjähriger Sohn mit der Geschichte in Berührung kommt und fordert, den Kinderbuch-Klassiker aus dem Lehrplan seiner Schule zu streichen.

Der britischen Zeitung „The Sun" sagte sie: „Ich denke, in Dornröschen geht es auch um sexuelles Verhalten und Zustimmung. Dieses Märchen ist bezeichnend dafür, wie tief verwurzelt dieses Verhalten in unserer Gesellschaft ist." „Dornröschen" würde bei Kindern ein Fehlverhalten manifestieren.

Die #MeToo-Debatte rund um Harvey Weinstein hätte ihr die Augen geöffnet. Mit einem Twitter-Posting machte sie ihrem Ärger schließlich Luft. Sie schrieb: „So lange es solche Geschichten noch in der Schule gibt, werden sich die tief verwurzelten Einstellungen zu sexueller Belästigung nie ändern." Dafür hagelte es haufenweise Kritik. (TT.com)

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