Doping: Russland sieht sich weiter als Sieger der Winterspiele 2014

Moskau/Sotschi (APA/dpa) - Gastgeber Russland sieht sich ungeachtet aberkannter Medaillen als Sieger der Olympischen Winterspiele 2014 in So...

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Moskau/Sotschi (APA/dpa) - Gastgeber Russland sieht sich ungeachtet aberkannter Medaillen als Sieger der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow zu den lebenslangen Olympia-Sperren gegen bisher 14 russische Sportler, verhängt vom Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Russland sind wegen mutmaßlicher Dopingvergehen in Sotschi mehrere Medaillen aberkannt worden, so dass es in der inoffiziellen Nationenwertung vom ersten auf den dritten Platz hinter Norwegen und Kanada gerutscht ist.

„Der Sieg ist uns nicht zu nehmen, ein Sieg, der auf ewig unserer Mannschaft und unseren heldenhaften Sportlern gehört“, sagte Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „Was die jetzigen Entscheidungen anbetrifft, so ist eine tiefe, ruhige und nüchterne Analyse nötig.“ Russland müsse nun alle gesetzlichen Möglichkeiten zum Schutz seiner Sportler ausschöpfen.

Im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) hat der kanadische Ermittler Richard McLaren in zwei Berichten Belege für systematisches Doping in Russland gesammelt. Moskau spricht von Einzelfällen, hinter denen kein staatliches System stehe. Das IOC wird am 5. Dezember über Sanktionen beraten, die bis zu einem Ausschluss von den kommenden Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea reichen könnten.


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