Wenn Musik aus der Jukebox den Takt vorgibt

Einmal im Monat wird im Kolpinghaus Lienz zu alten Vinyl-Scheiben das Tanzbein geschwungen. Schallplatten mitbringen ist durchaus erwünscht.

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Hier ist das Leben noch ein Wunschkonzert: Einmal im Monat spielt Christian Pichler (im Bild mit Elfriede Passegger) im Kolpinghaus auf alten Geräten jene Schallplatten ab, die von den Gästen ausgesucht werden.
© TT/Funder

Von Claudia Funder

Lienz –Wenn das charakteristische Knistern aus der Rille der Schallplatte einen lange nicht mehr gehörten „Ohrwurm“ begleitet, könnte man fast etwas sentimental werden. Die auf schwarze Scheiben gepresste Nostalgie entführt in Zeiten, in denen nicht Ed Sheeran, sondern noch die Beatles die Charts anführten.

An jedem ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr wird im Kolpinghaus Lienz die musikalische Uhr ein paar Jahrzehnte zurückgedreht. Dann kommt das einstige Massenprodukt Vinyl wieder zum Einsatz und Klassiker von Boney M., Kenny Rogers, ABBA und Peter Alexander zu neuen Ehren.

Der Sound, der bei nicht mehr ganz jungen Semestern viele Erinnerungen weckt, kommt aus der Jukebox, die sich nach wie vor mit Schillingen „füttern“ lässt. Lichtergirlanden entführen auch optisch in vergangene Zeiten.

Christian Pichler hat die „Oldies but Goldies“-Abend­e im Kolpinghaus wiederbelebt. Zwei Musiktruhen stehen im Stüberl, die auf Knopfdruck die gewünschten „Gassenhauer“ von anno dazumal spielen und immer wieder neu bestückt werden können. Auch alte Wiedergabegeräte wie ein Grammophon und eine Drehorgel mit Lochplatten sorgen zwischendurch für Stimmung.

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Vor dem Organisator der Veranstaltung steht ein großer Koffer voller Single-Platten, in dem man nach Herzenslust stöbern kann. Die Auswahl ist freilich viel umfangreicher. „Ich habe an die 1000 alte Singles“, verrät Pichler. Herz- und Fußerwärmendes strömt aus der Jukebox, lädt zum Mitwippen und Tanzen ein.

Die Zielgruppe? „Eingeladen ist jeder, der Musik aus früheren Zeiten mag und gerne tanzt“, antwortet Pichler. Es gehe aber vor allem auch um Kommunikation, ein Miteinander, das Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Deshalb spricht das Angebot auch nicht nur Paare an. „Man kann gerne auch alleine vorbeikommen“, erklärt Pichler. Anschluss findet man hier ohnehin sofort. Und man kann auch eigene Schallplatten mitbringen.

Elfriede Passegger ist passionierte Hobbytänzerin und war von Pichlers Veranstaltung sofort angetan. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr dafür begeistern würden“, wünscht sie sich. Dresscode gibt es keinen. „Ein offenes Herz und gute Laune mitzubringen, ist viel wichtiger“, bringt es Elfriede Passegger auf den Punkt.

Wer nun Lust hat, auch einmal eine gute Zeit mit Gleichgesinnten und viel Musik zu verbringen: Der nächste „Oldies but Goldies“-Abend findet am Freitag, 1. Dezember, um 19 Uhr statt. Ein Alterslimit gibt es übrigens weder nach oben noch nach unten.

Nähere Infos zu der Tanzveranstaltung: Tel. 0650/4000710.


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