Brennerstraße ab Dienstagabend wieder zweispurig befahrbar

Mühlbachl (APA) - Die seit einem Hangrutsch Mitte September zwischen Schönberg und Matrei zunächst gesperrte und dann nur einspurig befahrba...

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Mühlbachl (APA) - Die seit einem Hangrutsch Mitte September zwischen Schönberg und Matrei zunächst gesperrte und dann nur einspurig befahrbare Brennerstraße (B182) wird am Dienstagabend wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Dies teilte das Land Tirol am Montag mit. Auch die bisher nur für den Anrainerverkehr geöffnete Ellbögenerstraße (L38) wird wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben.

Insgesamt 19 Muren und Erdrutsche waren zwischen 9. August und 14. September entlang der beiden Straßen im Wipptal abgegangen. Nach einem Erdrutsch unterhalb der Brennerautobahn (A13) im Bereich Matreiwald musste die Brennerstraße Mitte September bis kurz vor dem Nationalfeiertag komplett gesperrt werden. Um eine Überlastung der Ellbögenerstraße zu verhindern, wurde auch sie für den allgemeinen Verkehr gesperrt.

Unmittelbar nach dem Ereignis wurden das Hang- und Quellwasser mittels Drainagen gefasst und abgeleitet sowie Zufahrtswege angelegt. Danach mussten die Abbruchkante und die bestehenden Stahlbetonankerbalken gesichert werden. Um ein möglichst gefahrloses Arbeiten zu gewährleisten, wurden Netze angebracht. Erst dann konnte das Murmaterial entfernt werden. Zusätzliche Erd- und Felsanker sowie ein neues massives Schwerlastnetz unmittelbar oberhalb der Landesstraße ermöglichten schließlich die einspurige Öffnung der Bundesstraße im Oktober.

Danach wurden oberhalb der Brennerstraße noch drei Fertigteilankerwände errichtet. Auch im kommenden Jahr werden weitere Arbeiten an der Straße notwendig sein. „Die geplanten Maßnahmen sollten allerdings ohne eine Sperre der Straße durchgeführt werden können“, erläutert der Leiter des Baubezirksamts Innsbruck, Werner Huber.

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Die Kosten für die Maßnahmen zur Sicherung des Hanges in Matreiwald oberhalb der Brennerstraße betragen laut Angaben des Landes rund vier Millionen Euro. Das Land und die Asfinag teilen sich die Aufwendungen für die Sicherungsarbeiten, hieß es. Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen an der Ellbögenerstraße werden zur Gänze vom Land Tirol getragen und belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Auch hier sind 2018 weitere Maßnahmen notwendig, die rund 400.000 Euro kosten werden.


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