Medikament bewirkte Messerattacke 2 - In Anstalt eingewiesen

Wien (APA) - Die 54-Jährige Frau ist vom Schwurgericht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen worden. Die Geschworene...

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Wien (APA) - Die 54-Jährige Frau ist vom Schwurgericht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen worden. Die Geschworenen werteten die beiden Messerstiche nicht - wie im Unterbringungsantrag seitens der Staatsanwaltschaft angenommen - als zweifachen Mordversuch, sondern jeweils als versuchte absichtliche schwere Körperverletzung.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Verfahrenshelferin Christine Wolf erbat Bedenkzeit.

Wie der vorsitzende Richter Andreas Böhm ausführte, war die 54-Jährige aufgrund der Ausführungen des psychiatrischen Sachverständigen „zwingend einzuweisen“. Sie sei „aufgrund der jetzigen Medikation hochgefährlich“. Es sei Aufgabe der Sonderstrafanstalt, in welcher die Frau untergebracht wird, „ihr zu helfen und das jetzige Medikament abzusetzen“. Sollte danach - wie vom Gutachter prognostiziert - von ihr keine Gefahr mehr ausgehen, „müssen Sie nach einer mehrmonatigen Beobachtungsphase auf freien Fuß gesetzt werden“, erklärte Böhm der Betroffenen.

Formal wird die Einweisung allerdings zeitlich unbefristet ausgesprochen. Die 54-Jährige hat jedoch einen Rechtsanspruch darauf, dass regelmäßig überprüft wird, ob diese noch gerechtfertigt ist.

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