Nationalpark Hohe Tauern bringt Natur in die Schule

Die Partnerschaft von NMS Matrei und Nationalpark bringt Kindern die Natur näher. Das belegt eine prämierte Dissertation.

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Von Catharina Oblasser

Matrei –Mehr als drei Jahre hat Verena Leitner-Klaunzer an ihrer Dissertation im Fach der Erziehungs- und Bildungswissenschaften gearbeitet. Die 364-seitige Doktorarbeit trägt den Titel „Bildung von ökologischem Bewusstsein als ein Bildungsziel der Partnerschaft zwischen Großschutzgebiet und Neuer Mittelschule“. Konkret geht es dabei um die Partnerschaft der Neuen Mittelschule (NMS) Matrei und dem Nationalpark Hohe Tauern.

Für ihre Doktorarbeit wurde die gebürtige Gaimbergerin mit dem Wissenschaftspreis der Nationalparks Austria ausgezeichnet. In Matrei gratulierten ihr dazu Nationalparkdirektor Hermann Stotter und LHStv. Ingrid Felipe.

Die Matreier NMS darf sich seit 2005 „Nationalparkschule“ nennen. Wirkt sich das auf das ökologische Bewusstsein der Kinder positiv aus? Ja, sagt Verena Leitner-Klaunzer. Sie hat während der Arbeit an ihrer Dissertation mit Schülergruppen diskutiert und Interviews mit Eltern, Lehrern und Parkrangern gemacht. „Die Schülerinnen und Schüler identifizieren sich mit dem Nationalpark, sie haben eine emotionale Bindung dazu“, erläutert Leitner-Klaunzer eines der Ergebnisse. Das würden die Kinder auch als Multiplikatoren an ihre Familie und an Freunde weitergeben.

Einer der wichtigsten Aspekte für die Buben und Mädchen der Nationalparkschule sei, sich draußen in der Natur bewegen zu können. Verbunden wird der Unterricht auch mit den Faktoren „Wissen vermitteln“, „Natur schützen“ und „Natur als Erlebnis“.

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Die NMS Matrei baut den Nationalpark in allen Fächern in den Unterricht ein, sagt Direktorin Sigrid Weichsler. So würden in Mathematik Parkflächen berechnet, in Englisch ein Aufsatz über „A Day in the Life of a Nationalpark-Ranger“ geschrieben und in Religion über Natur und Schöpfung diskutiert.

Neue Projekte

Wildtiere und alte Römer. In der Sitzung des Nationalpark-Kuratoriums am Montagabend wurden rund 1,5 Millionen Euro für Projekte ab 2018 beschlossen. Dazu gehören eine Wildtier-Beobachtungsstation im Oberhauser Zirbenwald in St. Jakob und ein „Weg der Römer", der von Aguntum bis nach Iselsberg führen soll. Außerdem steht die Sanierung des Lehrwegs am Nußdorfer Berg an und die Konzeption einer Ausstellung über Naturgefahren in Hopfgarten.


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