Maltesische Präsidentin: „Afrika Quelle unglaublicher Chancen“

Wien (APA) - Die maltesische Präsidentin Marie-Louise Coleiro Preca hat die internationale Gemeinschaft zum partnerschaftlichen Umgang mit A...

  • Artikel
  • Diskussion

Wien (APA) - Die maltesische Präsidentin Marie-Louise Coleiro Preca hat die internationale Gemeinschaft zum partnerschaftlichen Umgang mit Afrika aufgefordert. „Afrika braucht nicht unsere Almosen, Afrika verdient anständige Investitionen“, betonte sie am Montag vor Pressevertretern am Rande der Generalkonferenz der UNO-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) in Wien.

„Wir brauchen eine neue Perspektive auf das Potenzial Afrikas als Quelle unglaublicher Chancen“, sagte Coleiro Preca und erklärte, dass Afrika ein „riesiger, aufstrebender Markt“ mit „vielen jungen Arbeitskräften“ sei.

Laut UNIDO-Generaldirektor Li Yong liegen rund zwei Drittel der 47 Entwicklungsländer der Welt in Afrika. „Ohne Digitalisierung und Zugriff auf neue Technologien werden diese Staaten völlig abgehängt“, sagte Li und betonte, dass dadurch Stabilität, Friede und Arbeitsplätze gefährdet seien. Er sagte den Staaten weitere Unterstützung durch die UNIDO zu, um die „Herausforderungen neuer technologischer Entwicklungen“ meistern zu können.

Ein solches Unterstützungsprogramm wurde am Montag von der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem ehemaligen chinesischen Finanzminister Li gestartet. Ziel des Programms sei es, die Qualitätsinfrastruktur - beispielsweise die Institutionen für Normen, Metrologie und Prüflabors - zu verstärken, meldete die Nachrichtenagentur sda. Die Investitionen der Schweiz sollen sich auf rund 17 Millionen Schweizer Franken (14,59 Mio. Euro) belaufen.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Li, der am Montag als Generaldirektor der UNIDO für vier Jahre wiedergewählt worden war, unterstrich zudem die Bedeutung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen. Die Ziele sollen bis 2030 weltweit Armut und Hunger bekämpfen, Bildung und Gesundheit stärken sowie die Umwelt- und Klimapolitik verbessern. „Alle Nachhaltigkeitspunkte sind miteinander verbunden“, erklärte er. „Wir müssen innovativ sein, um diese Agenden zu verwirklichen“, fuhr er fort und sicherte Entwicklungsländern Hilfe bei der Umsetzung zu.

Für Coleiro Preca ist die Umsetzung der SDGs nur durch internationale Zusammenarbeit möglich. Man müsse sich auf „langfristige Investitionsstrategien“ einigen - „zum Wohl der gesamten Menschheit“, so die maltesische Präsidentin.

Li erklärte außerdem, dass die UNIDO sich für die Stärkung von Frauen in der Arbeitswelt mit Ausbildungs- und Arbeitsmarktinitiativen einsetzen wolle. Knapp die Hälfte der Frauen weltweit sei erwerbstätig. Der UNIDO-Chef kündigte an, sich für mehr Frauen in Führungspositionen einsetzen zu wollen.

~ WEB www.unido.org ~ APA416 2017-11-27/17:32


Kommentieren