Wiesing in Worten und Bildern

Chronistenteam hat ganze Arbeit geleistet und bietet auf 250 Seiten Dorfgeschichte.

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Von Walter Zwicknagl

Wiesing –Ein Heft für den Sachunterricht konnte das vierköpfige Wiesinger Chronistenteam schon zum Schulbeginn präsentieren, jetzt gibt es aber auch einen Bildband zur Ausstellung „Wiesinger Höfe – einst und jetzt“, die im Frühjahr zum Renner wurde. Kurze, aber aussagekräftige Texte, die teilweise Zeitungen von anno dazumal entnommen wurden, und eine Vielzahl von Bildern sind das Markenzeichen des 250 Seiten umfassenden Buches, das Willi Reichart, Christian Hechenblaickner, Sylvia Brunner und Monika Knapp präsentieren konnten. „Bei einer Auflage von 250 Stück wird es in den 800 Wiesinger Haushalten bald vergriffen sein“, meint BM Alois Aschberger. Und übrigens: Das Fotomotiv des Buchdeckels aus dem Dorfzentrum ist jedenfalls schon Geschichte, weil vor wenigen Tagen Bagger ganze Arbeit leisteten, um ein „Dorfzentrum neu“ entstehen zu lassen.

„Als wir die Urmappe aus dem Jahr 1855 bekamen, konnten wir uns orientieren und fast 90 bewohnte Gebäude und Höfe in Kurztext und Bild dokumentieren“, freut sich Willi Reichart über das große Interesse aus der Bevölkerung und die Mithilfe bei der Suche nach Details. Dass in einem geschichtlichen Rückblick laut Steuerliste im Jahr 1288 von einem Dorf zu Wissingen die Rede war und im Jahre 1756 acht Höfe brannten und dann eine Johannes-Prozession gelobt wurde, ist ebenso vermerkt wie die Zerstörung des Pulverturmes durch einen Blitzschlag im Jahr 1782. Die Explosion soll Fensterglas bis nach Rattenberg zum Bersten gebracht haben. Nicht vergessen wird auf den Werdegang der Pfarrkirche und der Felderer-Kapelle. Lang ist die Liste der Pfarrherren und Bürgermeister, die sich um Wiesing verdient machten.

Unüberhörbar ist der Wunsch des Chronistenteams an den Gemeindechef. „Wir haben Privatstuben zum Büro gemacht. Auch ein Depot wäre gefragt“, sagte Reichart. Übrigens wird ein Wiesinger Kalender mit alten Ansichten von Gemeindeseite im Dezember an jeden Haushalt geschickt. Und dieser wird mit offiziellen Terminen und vielen Infos für den Alltag der Gemeindebürger aktualisiert.

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