Aktivisten: Angriffe syrischer Regierungstruppen töten 18 Zivilisten

Beirut (APA/AFP) - Bei Angriffen syrischer Regierungstruppen auf die von Rebellen kontrollierte Region Ost-Ghouta sind nach Angaben von Akti...

  • Artikel
  • Diskussion

Beirut (APA/AFP) - Bei Angriffen syrischer Regierungstruppen auf die von Rebellen kontrollierte Region Ost-Ghouta sind nach Angaben von Aktivisten erneut zahlreiche Zivilisten getötet und verletzt worden. Unter den 18 Todesopfern seien zwei Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit.

Mindestens 45 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen und dem Artilleriefeuer demnach verletzt. Einige davon hätten schwere Verletzungen davon getragen, daher könne die Anzahl der Todesopfer weiter steigen. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen.

In einer behelfsmäßigen Klinik in der Stadt Duma versorgten Mitarbeiter die Verletzten mit den begrenzten Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, wie ein mit der Nachrichtenagentur AFP zusammenarbeitender Journalist berichtete. Ein Klinikmitarbeiter behandelte etwa einen blutüberströmten Buben und trug dabei dünne, durchsichtige Plastikhandschuhe, die normalerweise eher in Lebensmittelläden verwendet werden. In einem Video waren außerdem die Schreie einer Mutter zu hören, auf dem Boden der Klinik lagen Leichname.

Erst am Sonntag waren bei Angriffen syrischer Regierungstruppen in der Region mindestens 23 Zivilisten getötet worden. Der Beobachtungsstelle zufolge wurden bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der Region in den vergangenen zwei Wochen bereits mehr als hundert Menschen getötet.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Vereinten Nationen hatten vor kurzem auf die dramatische humanitäre Lage in Ost-Ghouta aufmerksam gemacht, ein hochrangiger UN-Mitarbeiter hatte die Region als „Epizentrum des Leidens“ in Syrien bezeichnet.

Ost-Ghouta nahe der Hauptstadt Damaskus ist eine der letzten Rebellenhochburgen in Syrien und eigentlich Teil einer sogenannten Deeskalationszone, auf die sich die Konfliktparteien bei Friedensgesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana einigten. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 starben bereits mehr als 340.000 Menschen.


Kommentieren