Mexikos Ex-Finanzminister Meade will bei Präsidentenwahl antreten

Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Der ehemalige mexikanische Finanzminister Jose Antonio Meade will Präsident des lateinamerikanischen Landes werden....

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Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Der ehemalige mexikanische Finanzminister Jose Antonio Meade will Präsident des lateinamerikanischen Landes werden. „Ich werde mich als Kandidat bei den Vorwahlen der Partei der Institutionalisierten Revolution registrieren“, sagte er am Montag bei seiner Abschiedsrede im Finanzministerium. Kurz zuvor hatte er bei Präsident Enrique Pena Nieto seinen Rücktritt eingereicht.

„Ich wünsche ihm Erfolg bei seinen Projekten, die er angehen will“, sagte der Staatschef. Meade gilt als Pena Nietos Wunschkandidat. Der 48-Jährige war im aktuellen Kabinett Außen-, Sozial- und Finanzministerminister. In der Vorgängerregierung von Felipe Calderon war er bereits Energie- und Finanzminister.

Meade gehört keiner Partei an. Als externer Bewerber muss er bis Donnerstag bei der PRI sein Interesse an einer Kandidatur anmelden. Die PRI hatte zuletzt ihre Statuten geändert, um auch Bewerber ohne Parteibuch als Kandidaten zuzulassen. Außerdem dürfen Präsidentschaftskandidaten sechs Monate vor den Wahlen kein öffentliches Amt mehr bekleiden.

Die Regierungspartei PRI will ihren Kandidaten im Februar nominieren. Auch Bildungsminister Aurelio Nuno gilt als möglicher Bewerber. Präsident Pena Nieto darf aus verfassungsrechtlichen Gründen bei der Wahl am 1. Juli 2018 nicht mehr antreten. Der parteilose Meade gilt als Kandidat, der auch die Stimmen konservativer und wirtschaftsnaher Wähler gewinnen könnte.

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Die PRI regierte Mexiko ohne Unterbrechung von 1929 bis 2000. Nach zwei konservativen Regierungen ist sie seit 2012 wieder an der Macht. In Umfragen liegt sie derzeit allerdings hinten. Der größte Konkurrent des künftigen PRI-Kandidaten dürfte der Linkspopulist Andres Manuel Lopez Obrador von der Partei Morena sein.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerika steht vor einer Reihe von Herausforderungen: Angesichts der Unsicherheit über die Zukunft des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) muss sich das Land neue Handelspartner suchen. Wegen Machtkämpfen innerhalb der Drogenkartelle hat sich zuletzt zudem die Sicherheitslage dramatisch verschlechtert. 2017 ist schon jetzt das blutigste Jahr der jüngeren Geschichte.


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