Angriff auf französische Soldaten vor Macron-Besuch in Ouagadougou

Ouagadougou (APA/AFP) - Kurz vor dem Eintreffen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im westafrikanischen Staat Burkina Faso hat es...

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Ouagadougou (APA/AFP) - Kurz vor dem Eintreffen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im westafrikanischen Staat Burkina Faso hat es einen ernsten Zwischenfall gegeben: Unbekannte attackierten in der Hauptstadt Ouagadougou ein Fahrzeug der französischen Armee mit einer Granate und verletzten dabei drei Passanten, wie es in der Nacht auf Dienstag aus Sicherheitskreisen hieß.

Einer der Passanten sei schwer verletzt worden. Zwei vermummte Männer hätten die Granate von einem vorbeifahrenden Motorrad geschleudert.

Das französische Militärfahrzeug sei Ziel des Anschlags gewesen, aber nicht getroffen worden, hieß es weiter. Es war unterwegs zu einer Kaserne französischer Spezialkräfte in der Hauptstadt von Burkina Faso. Am Anschlagsort war der Asphalt aufgerissen, ein schwer beschädigtes Auto war zu sehen, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Montagabend - wenige Stunden vor Macrons Eintreffen. Ouagadougou ist die erste Station einer mehrtägigen Afrika-Reise des französischen Präsidenten. Am späten Abend wurde er von Präsident Roch Marc Christian Kabore in Ouagadougou begrüßt.

Macron würdigte das Land dabei als „Symbol für die demokratischen Hoffnungen der Jugend Afrikas“. Ein Volksaufstand in Burkina Faso hatte 2014 zum Rücktritt des langjährigen Machthabers Blaise Campaore geführt.

Am Mittwoch will Macron ins Nachbarland Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste) weiterreisen. Dort findet der EU-Afrika-Gipfel statt. Letzte Station seiner Reise soll Ghana sein.


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