Juncker: Flüchtlinge haben in Libyen „die Hölle gefunden“

Europa dürfe nicht schweigen, fordert der EU-Kommissionspräsident angesichts der prekären Lage in Libyen.

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Die Flüchtlingslager in Libyen sind häufig verwahrlost und gleichen Gefängnissen.
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Berlin – EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, Verbrechen gegen Flüchtlinge in Libyen zu unterbinden. „Ich kann nicht ruhig schlafen bei dem Gedanken, was jenen Menschen in Libyen passiert, die ein besseres Leben gesucht und in Libyen die Hölle gefunden haben“, sagte Juncker in einem Interview mit der Deutschen Welle.

Europa dürfe nicht schweigen angesichts dieser „unglaublichen Probleme, die aus einem anderen Jahrhundert stammen“. Dort würden Migranten, die Europa nicht mehr über das Mittelmeer erreichen könnten, vergewaltigt, getötet und bestohlen. Die Flüchtlingslager glichen Gefängnissen. (dpa)


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