Lesen in der Volksschule: PIRLS-Studie wird präsentiert

Wien (APA) - Fast schon traditionell wird im Dezember auch heuer wieder eine internationale Bildungs-Vergleichsstudie präsentiert: Am kommen...

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Wien (APA) - Fast schon traditionell wird im Dezember auch heuer wieder eine internationale Bildungs-Vergleichsstudie präsentiert: Am kommenden Dienstag (5. Dezember) werden die Ergebnisse des Volksschul-Lesetests PIRLS vorgestellt. Bei der letzten Erhebung vor fünf Jahren lag Österreich über dem Gesamtschnitt aller teilnehmenden Länder, aber unter dem Schnitt der EU-Staaten.

Für PIRLS (Progress in International Reading Literacy Study) wurden von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) 2016 in 61 Staaten bzw. Regionen knapp 320.000 Schüler am Ende der vierten Volksschulklasse auf ihre Lesekenntnisse abgetestet. In Österreich nahm laut Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) eine Stichprobe von rund 4.500 Schülern aus etwa 150 Schulen teil.

Die Kinder mussten Informationstexte und literarische Texte lesen und anschließend dazu Fragen beantworten. Dafür standen ihnen 80 Minuten zur Verfügung. Neben dem Erkennen und Wiedergeben von Informationen waren dabei auch das Ziehen einfacher Schlussfolgerungen und das Bewerten von Inhalt und Sprache gefragt (Beispielaufgaben unter https://www.bifie.at/material). Der Zeitpunkt der Erhebung wurde gewählt, weil einerseits in den meisten Staaten (wie auch in Österreich) nach vier Jahren die Grundschulzeit endet und andererseits in diesem Alter der Übergang vom „Lesen-Lernen“ zum „Lesen-um-zu-Lernen“ erfolgt.

Österreich nahm 2016 zum dritten Mal an der alle fünf Jahre durchgeführten Studie teil. 2011 erreichten die heimischen Volksschüler 529 Punkte und lagen damit zwar signifikant über dem Schnitt aller Teilnehmerländer (512 Punkte), aber unter jenem der teilnehmenden EU-Staaten (534 Punkte).

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Vergleiche mit dem PISA-Test für 15- bis 16-Jährige Schüler sind dabei nur eingeschränkt möglich: Während an PISA primär OECD-Staaten teilnehmen und primär ein OECD-Schnitt ausgewiesen wird, sind die Teilnehmerländer bei PIRLS viel bunter gemischt. Neben 23 Staaten aus der EU (inklusive Nordirland und den extra ausgewiesenen belgischen Landesteilen) finden sich auch zahlreiche Staaten wie etwa Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Iran, Kuwait, Iran, Marokko, Südafrika oder Trinidad und Tobago unter den Teilnehmern.

Daten einzelner Schüler bzw. Schulen werden nicht ausgewertet. Daher haben die Leistungen beim Test weder Einfluss auf die Noten noch werden Schulrankings erstellt.


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