Der kurze Ausflug in eine andere Volleyballwelt

Die Volleyballer der Hypo Tirol Alpenvolleys erwartet am Mittwoch (19.10 Uhr, live auf Sport 1) in Berlin nicht nur eine rekordverdächtige Kulisse.

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© imago/Sebastian Wells

Von Daniel Suckert

Innsbruck — „Berlin hat eine Rekordkulisse auf der Homepage angekündigt", freute sich Alpenvolleys-Manager Hannes Kronthaler vor dem Schlagerspiel am Mittwoch in der Hauptstadt von Deutschland. Bis zu 5000 Zuschauer werden in der Max-Schmeling-Halle erwartet — zusätzlich wird den Tirolern nicht nur die Feuershow einheizen. Den ehemaligen rotweißroten Branchenprimus erwartet der Ausflug in einer andere Volleyballwelt.

„Ich nehme alle meine Mitarbeiter mit. Ich möchte, dass sie sehen, wie der Meister das aufzieht", erklärte Manager Kronthaler, den der Trip inklusive Mannschaft, Betreuer und Mitarbeitern 7700 Euro kostet. „Hätten wir im Cup gegen Herrsching gewonnen, wäre es noch viel teurer geworden." Denn dann hätten die Dunkelblauen am vergangenen Wochenende schon in Berlin spielen müssen und wären bis Donnerstag dort geblieben.

Doch weil Herrsching, der „geilste Club der Welt", das bessere Ende für sich hatte und nun sogar die Berliner aus dem Cup-Bewerb warf, ersparte sich der Volleyball-Zampano zumindest das Kleingeld. „Obwohl mich die Niederlage gegen Herrsching in der Liga noch mehr verärgert hat. Denn dann wäre ich mit elf Punkten Zweiter in der Liga." So liegt man aber auf Rang acht — in Lauerstellung, aber eben schon ein wenig unter Zugzwang. Zumindest bei den Heimauftritten im Dezember.

„Aber vielleicht geht in Berlin was. Die Truppe ist angeschlagen, hat inklusive Cup zwei Niederlagen en suite erlitten. Das wäre unsere Chance. Wir dürfen uns nur nicht von dem ganzen Rundherum beeinflussen lassen", kennt Kronthaler die Voraussetzungen. Dass der deutsche TV-Sender Sport 1 die Partie live überträgt, zeigt die Wichtigkeit des Spiels. Immer noch erhält der Tiroler Bauherr Anfragen aus dem Nachbarland.

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Kronthaler: „Man mag uns und kann dem Projekt was abgewinnen. Trotzdem muss ich immer noch erklären, worum es uns geht." Und dass Berlin das große Vorbild ist, dem Kronthaler und Co. in drei Jahren im Finale gegenüberstehen wollen.


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