Kenyatta leistete Eid für weitere fünf Jahre als Kenias Präsident

Nairobi (APA/AFP/dpa) - Ungeachtet des Wahlboykotts der Opposition ist Kenias Präsident Uhuru Kenyatta zu seiner zweiten fünfjährigen Amtsze...

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Nairobi (APA/AFP/dpa) - Ungeachtet des Wahlboykotts der Opposition ist Kenias Präsident Uhuru Kenyatta zu seiner zweiten fünfjährigen Amtszeit vereidigt worden. Der Zeremonie im größten Stadion des Landes in Nairobi, in der Kenyatta der Republik Kenia seine Treue schwor, wohnten am Dienstag rund 60.000 Menschen bei.

Unter den Zuschauern im Stadion befanden sich 13 Staatsoberhäupter, hauptsächlich aus Afrika, und mehrere Regierungschefs. Vor der Zeremonie ging die Polizei gewaltsam gegen Anhänger und Gegner Kenyattas vor. Vor dem Stadion wurden Anhänger des Präsidenten mit Tränengas daran gehindert, in die Sportstätte vorzudringen.

Die Opposition versuchte unterdessen, im Südosten der Hauptstadt eine Versammlung zum Gedenken an die mehr als 50 Menschen abzuhalten, die bei Protesten seit der später annullierten Präsidentschaftswahl im August getötet worden waren - größtenteils von Polizisten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein und gaben Warnschüsse ab.

Das oberste Gericht Kenias hatte die Präsidentenwahl vom August wegen grober Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt und eine Wiederholung angeordnet. Oppositionsführer Raila Odinga boykottierte daraufhin den Urnengang Ende Oktober und weigert sich dementsprechend, den Sieg Kenyattas anzuerkennen. Das führte zu einer drastisch niedrigeren Wahlbeteiligung und einem überragenden Sieg Kenyattas, der gut 98 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt.

Juristisch ist die Wahl damit aufgearbeitet. Die Spaltung des Landes in verfeindete politische Lager ist aber nicht überwunden. Beobachter befürchteten Proteste mit mehr gewaltsamen Zusammenstößen.


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