Bei Polizeirazzia flog Geheimbordell in Innsbruck auf

Die Polizei sperrte in Innsbruck ein Bordell zu. Die Prostituierten hatten laut Ermittlungen ihre Dienste auf einschlägigen Internetseiten angeboten.

  • Artikel
© Andreas Rottensteiner / TT

Innsbruck –Im Kampf gegen das Innsbrucker Rotlicht­milieu konnte die Polizei am Dienstag einen weiteren Erfolg verbuchen. Im berüchtigten Haus Südtiroler Platz 1 hoben die Beamten unter der Federführung des Strafamtes ein Geheimbordell aus. Übrigens ein Bordell für besondere Ansprüche – neben drei weiblichen Prostituierten boten dort auch zwei Männer ihre Dienste an.

„Wir erhielten Anrufe, dass in einer Wohnung im ersten Stock des Hauses ein illegaler Bordellbetrieb untergebracht sei“, erinnert sich ein Polizeijurist des Strafamtes an den Auslöser der Razzia. Dienstagmittag war’s dann so weit – zwei Mitarbeiter des Strafamtes und zwei Streifenbesatzungen (Polizeiinspektion Hauptbahnhof und Einsatztrainer) nahmen die Wohnung unter die Lupe. Da niemand öffnete, mussten die Beamten einen Schlüsseldienst anfordern. „In der Wohnung stießen wir dann auf zwei Hinterzimmer, in denen die Prostitution offensichtlich ausgeübt wurde“, erzählt der Polizeijurist. Außerdem trafen die Beamten auf drei weibliche und zwei männliche Prostituierte in Frauenkleidern. Die fünf Verdächtigen aus Rumänien und Bulgarien gaben unumwunden zu, in der Wohnung die Prostitution ausgeübt zu haben. Vier Personen waren bereits amtsbekannt, gegen eine Frau besteht ein Aufenthaltsverbot. Sie wurde nach der Razzia ins Polizeianhaltezentrum gebracht.

Wie die Ermittlungen des Strafamtes ergaben, hatten die Prostituierten ihre Dienste auf einschlägigen Internetseiten angeboten. Und das teilweise zu Dumpingpreisen ab zehn Euro. (tom)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Schlagworte