Ärzte ohne Grenzen: Kliniken in syrischer Rebellenenklave überlastet

Damaskus (APA/dpa) - Die Kliniken in einer Rebellenenklave östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus sind der großen Zahl an Opfern internat...

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Damaskus (APA/dpa) - Die Kliniken in einer Rebellenenklave östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus sind der großen Zahl an Opfern internationalen Helfern zufolge kaum noch gewachsen. Bei massiven Angriffen in der Region Ost-Ghouta seien in den vergangenen Tagen 69 Menschen getötet und mehr als 570 verletzt worden, meldete die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Dienstag.

Die Opfer hätten keine Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung, da die Einrichtungen völlig überlastet seien.

Erst am Wochenende waren in Ost-Ghouta bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss der Armee Aktivisten zufolge mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Viele Kliniken schränkten nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen den Betrieb aus Angst vor Bombenangriffen ein. Ein großes Feldkrankenhaus sei am 20. November von zwei Raketen getroffen werden, erklärte die Organisation weiter. Die Vorräte eines Lagers seien mittlerweile aufgebraucht.

Die von Regierungstruppen eingeschlossene Enklave gehört im syrischen Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Dort sind nach UN-Angaben rund 400.000 Menschen eingeschlossen. Zuletzt hatte vor mehr als zwei Wochen ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen Ost-Ghouta erreicht. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra‘ad al-Hussein, hatte der syrischen Führung im Oktober indirekt vorgeworfen, die Menschen möglicherweise absichtlich hungern zu lassen.


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