Mit kleinsten Maßnahmen die größte Not lindern

Designierter Bischof Hermann Glettler gab Startschuss für Adventsammlung. Blick auf die Armen und Schwachen wird wichtiges Projekt für die Zukunft.

  • Artikel
  • Diskussion
Werbegesicht Heinz Gstir, Ursula Scheiber und Bischof Hermann Glettler (v. l.).
© Rachle/Diözese

Von Marco Witting

Innsbruck –Frischer Wind in der Diözese, frischer Wind beim Auftritt der Aktion Bruder und Schwester in Not (BSiN). Dass sich der designierte Innsbrucker Bischof Hermann Glettler noch vor seiner Weihe am Samstag in eine Pressekonferenz setzt und für die Adventsammlung Stimmung macht, unterstrich gestern die Bedeutung, die der Termin für Glettler hatte. „Der Advent ist eine Zeit, um nach innen und außen zu schauen. Nach innen ist es der Blick auf das eigene Herz. Doch das reicht nicht. Es braucht den Blick nach außen“, sagte der designierte Bischof und präzisierte dies später mit dem Blick auf die Ärmsten und Schwächsten in der Gesellschaft.

Seit 1961 seht die Adventsammlung in der Diözese im Zeichen von Bruder und Schwester in Not. Insgesamt wurden in dieser Zeit 45,5 Mio. Euro an Spenden gesammelt – im Vorjahr rund 800.000 Euro. „Wir unterstützen verschiedenste Projekte in Afrika und Lateinamerika. Ganz stellvertretend dafür heben wir heuer ein Projekt in Uganda hervor, wo wir kleinbäuerliche Familien mit dem Ankauf einer Kuh unterstützen“, erklärte Ursula Scheiber, Leiterin von BSiN.

Eine Kuh um 750 Euro ist für Bäuerin Heriett in Uganda die Lebensgrundlage für sich und eine ganze Familie.
© BSIN

Unter dem Motto „eine Kuh für eine Familie“, die kostet in Uganda rund 750 Euro, wird in den Kirchen der Diözese im Advent Geld gesammelt. Außerdem können die Spender auch auf der Homepage www.bsin.at ihren Beitrag leisten. „Wir wollen mit unserer neuen Kampagne aber auch die Gesichter der Solidarität vor den Vorhang holen“, erklärte Scheiber. Und Glettler erklärte, dass die Kirche hier mit „gutem Beispiel“ vorangehe und er die Solidarität gegenüber Schwachen als wichtigen Punkt in seiner künftigen Arbeit als Bischof sehe.

Spontan zeigte sich der designierte Bischof dann, als er in Sachen Advent auch von „Lebkuh-chen“ sprach, in Analogie zur Hilfe mit Kühen in Afrika. Und versprach den besten verzierten Lebkuchen einen Preis. Die bevorstehende Weihe wollte Glettler beim Termin bewusst nicht thematisieren. Er sei aber „dankbar“ für den großen Zuspruch.


Kommentieren


Schlagworte