Vor EU-Afrika-Gipfel: Macron will gegen Schlepperbanden vorgehen

Ouagadougou/Abidjan (APA/dpa) - Nach Enthüllungen über Menschenhandel mit afrikanischen Flüchtlingen in Libyen fordert Frankreichs Präsident...

  • Artikel
  • Diskussion

Ouagadougou/Abidjan (APA/dpa) - Nach Enthüllungen über Menschenhandel mit afrikanischen Flüchtlingen in Libyen fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein gemeinsames Vorgehen gegen Schleppernetzwerke. Er werde dazu beim EU-Afrika-Gipfel am Mittwoch einen Vorschlag machen, sagte Macron in der Universität der westafrikanischen Metropole Ouagadougou.

Gefährdete Menschen in Libyen müssten in Sicherheit gebracht werden, forderte Macron am Dienstag vor rund 800 Studenten. Macron hatte nach dem Bericht des TV-Senders CNN über den Menschenhandel in dem nordafrikanischen Land bereits von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gesprochen. Paris drang auch auf ein Treffen des UN-Sicherheitsrats. Am Mittwoch und Donnerstag findet der EU-Afrika-Gipfel in der Wirtschaftsmetropole Abidjan in Cote d‘Ivoire (Elfenbeinküste) statt.

Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi herrschen im ölreichen Libyen Bürgerkrieg und Chaos. Drei Regierungen und unzählige Milizen kämpfen im ganzen Land um die Macht. Libyen ist der Hauptausgangspunkt für die meisten Flüchtlinge, die von Afrika aus versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.


Kommentieren