Neuer Streit zwischen Hamas und Fatah über Tausende Mitarbeiter

Gaza/Ramallah (APA/dpa) - Im Zuge des Versöhnungsprozesses zwischen den Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah zeichnet sich neuer Ärge...

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Gaza/Ramallah (APA/dpa) - Im Zuge des Versöhnungsprozesses zwischen den Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah zeichnet sich neuer Ärger ab. Tausende Mitarbeiter der Fatah-Partei von Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) sollen auf ihre Arbeitsplätze in der Verwaltung im Gazastreifen zurückkehren, wie die Regierung in Ramallah am Dienstag mitteilte.

Offen ist aber noch, was mit rund 43.000 Hamas-Mitarbeitern passieren soll. Die Fatah-Mitarbeiter hatten ihre Positionen 2007 aufgrund des Bruderzwists mit der radikal-islamischen Hamas verlassen. Laut der zuständigen Gewerkschaft geht es nun um 17.000 Arbeitskräfte.

Hamas und Fatah hatten nach mehr als zehnjährigem Bruderzwist am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet. Die bisher nur das Westjordanland kontrollierende palästinensische Regierung von Präsident Abbas sollte bis Freitag die vollständige Verwaltung des Gazastreifens übernehmen. Doch bisher verläuft der Prozess nur schleppend.

Ein Sprecher der Hamas kritisierte, die aktuelle Entscheidung widerspreche dem Versöhnungsabkommen beider Seiten. Sie untergrabe die Aufgabe eines gemeinsamen Komitees, das über die Zukunft der Hamas-Mitarbeiter entscheiden solle.

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Fati Sabbah, Vorsitzender des Palästinensischen Institutes für Kommunikation und Entwicklung in Gaza, sagt wegen des Streits über die Mitarbeiter: „Wir befürchten, dass dies die Situation zu einer Explosion bringen wird.“ Es könne sein, dass die Hamas-Mitarbeiter aus Protest auf die Straßen gingen. Viele von ihnen hätten Waffen.

Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein.


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