Nach YouTube-Hit: Kalserinnen präsentierten neues Video

Bekannt wurden „3major“ mit einem Gabalier-Lied, das einer verstorbenen Freundin gewidmet war. Jetzt legen die Mädels mit einer eigenen CD nach.

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Carmen Wischounig, Elena Kerer und Leonie Huter (v. l.) sind „3major“. Ihre Coverversion von "Amoi seg ma uns wieder" hat auf YouTube mittlerweile mehr als 1,1 Millionen Klicks generiert.
© Hartwig Gsaller

Von Catharina Oblasser

Kals a. Gr. –Carmen Wischounig, Leonie Huter und Elena Kerer stammen aus Kals, sind 21 Jahre alt und lieben Musik. Zusammen sind die jungen Frauen, die in Innsbruck studieren, 3major. Am 1. Dezember um 20 Uhr präsentieren sie im Johann-Stüdl-Saal in Kals ihre erste eigene CD.

Ihre Bekanntheit, die ständig wächst, verdanken die drei eigentlich einem traurigen Anlass. „Eine Schulkollegin von uns ist an Krebs gestorben“, erzählt Elena. Das war 2014. „Wir haben für sie eine Cover-Version von Andreas Gabaliers ,Amoi seg ma uns wieder‘ aufgenommen und ins Netz gestellt.“ Der Clip wurde in den darauffolgenden Monaten mehr als eine Million Mal angeklickt, Gabalier erwähnte die drei auch auf seiner Facebook-Seite. „Mit so viel Interesse an unserer Aufnahme haben wir niemals gerechnet“, meint Elena. Den berühmten steirischen Sänger haben sie aber nie persönlich getroffen.

Carmen, Elena und Leonie, die zusammen in die Schule gegangen sind, können nicht nur singen. Carmen spielt Gitarre und Klavier, Elena Hackbrett und Harfe. Ein Musikstudium betreibt nur Carmen. Sie studiert Gitarre und macht zusätzlich eine Ausbildung zur Volksschul­lehrerin. Leonie studiert Management und Recht am MCI, Elena lässt sich zur Kranken­schwester ausbilden.

Der Name 3major hat übrigens nichts mit dem Bundesheer zu tun. „Major“ ist die englische Bezeichnung für „Dur“ und bezieht sich auf den harmonischen, dreistimmigen Gesang der Kalserinnen.

Ihre CD, die sie am 1. Dezember vorstellen, heißt „Nimm dir Zeit“. Sie enthält neun Nummern, darunter zwei selbstgeschriebene. Das Lied „Einfach wieder Kind“ wurde gemeinsam mit dem Deferegger Sänger Norman Stolz aufgenommen. Dazu gibt es ein Musikvideo. Außerdem werden die Sängerinnen von Florian Obermoser und Rene Wibmer unterstützt. Auf der CD finden sich auch Weihnachtslieder und Cover-Versionen von den Ziller­taler Schürzenjägern oder den Seern. Das Ziel beim Singen von bekannten Liedern ist aber nicht möglichst große Originaltreue. „Wir probieren, aus unseren Cover-Versionen etwas Eigenständiges zu machen. Es soll nicht gleich klingen wie das Original“, meint Elena.

Bisher traten die Kalserinnen meist in Osttirol auf. Doch für 2018 sind sie schon für Auftritte in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich gebucht.


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