Verdacht auf Masern: Drei Kinder im Unterland betroffen

Nach einem bestätigten Masernfall an der Volksschule Sparchen in Kufstein vor zwei Wochen gibt es nun zwei weitere Verdachtsfälle. Auch in St. Johann weist eine Schülerin Symptome auf. Alle Kinder befinden sich derzeit in Quarantäne.

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(Symbolfoto)
© APA/dpa

Kufstein, St. Johann – Nachdem vor rund zwei Wochen ein nicht geimpftes Kind in Kufstein an Masern erkrankt war, gibt es nun drei neue Verdachtsfälle: Ein weiteres Kind, das wie das erste die Volksschule Sparchen in Kufstein besucht, wies Symptome auf, die auf eine Masernerkrankung hinweisen – die TT berichtete in der Dienstagsausgabe. Wie Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer in einer Aussendung des Landes mitteilt, soll sich noch ein weiterer Schüler infiziert haben. „Die virologische Bestätigung, dass es sich dabei tatsächlich um Masern handelt, liegt aber noch nicht vor“, heißt es in dem Schreiben.

Auch in St. Johann weist eine Schülerin die für die Erkrankung typischen Symptome auf.

Der schon bestätigte Masernfall an der Volksschule Sparchen hat dazu geführt, dass die Bezirkshauptmannschaft allen ungeschützten Kindern und LehrerInnen den Schulbesuch bis zum 10. Dezember 2017 untersagt hat. „An diesem Tag endet vorerst der Risikozeitraum“, verweist Platzgummer auf ein bereits an die betroffenen Eltern ergangenes Informationsschreiben.

Platzgummer (Kufstein) und Michael Berger (Bezirkshauptmann Kitzbühel) rufen alle Bürger auf, ihren Immunstatus überprüfen zu lassen: „Bitte kontrollieren Sie den Impfpass. Die MMR-Impfung kann in jedem Lebensalter kostenfrei nachgeholt werden.“

Vor den hochansteckenden Masern sind all jene geschützt, die diese Erkrankung bereits durchgemacht haben oder zwei Mal mit dem Impfstoff MMR („Mumps-Masern-Röteln“) geimpft wurden.

Wer in Kontakt mit einer an Masern erkrankten Person war, sollte seinen Gesundheitszustand über drei Wochen aufmerksam beobachten. Fieber, Schnupfen, trockener Husten und eine Bindehautenzündung in den Augen sind mögliche Anzeichen, bei denen man unbedingt Kontakt zu anderen Personen meiden und den Hausarzt telefonisch kontaktieren sollte. (TT.com)


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