Macron nennt Verbrechen der Kolonialherren in Afrika „unbestreitbar“

Ouagadougou (APA/AFP) - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat zum Auftakt seines Afrika-Besuchs in Burkina Faso die Untaten des Kol...

  • Artikel
  • Diskussion

Ouagadougou (APA/AFP) - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat zum Auftakt seines Afrika-Besuchs in Burkina Faso die Untaten des Kolonialismus verurteilt. In einer Rede an der Universität von Ouagadougou sagte er am Dienstag: „Es hat Fehler und Verbrechen gegeben, große Dinge und glückliche Geschichten“. Doch die „Verbrechen der europäischen Kolonisation“ seien „unbestreitbar“.

Es handle sich um eine „Vergangenheit“, die „vergehen“ müsse, sagte Macron. In seiner Rede vor den Studierenden kündigte Macron an, dass er zum Kampf gegen „kriminelle Organisationen und Schleppernetzwerke“, die Flüchtlinge aus Afrika ausbeuten, eine „europäisch-afrikanische Initiative“ vorschlagen werde. Nach Berichten über Sklavenhandel mit Flüchtlingen in Libyen sicherte der Staatschef zudem Hilfe bei der „Evakuierung gefährdeter Menschen“ in dem nordafrikanischen Land zu. Den Verkauf von Flüchtlingen als Arbeitssklaven nannte Macron ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Libyen ist Transitland für afrikanische Flüchtlinge, die über das Mittelmeer in die EU gelangen wollen. Die meisten Menschen kommen aus Guinea, Senegal, Mali, Niger, Nigeria und Gambia.

Am Mittwoch will Macron ins Nachbarland Elfenbeinküste weiterreisen. Dort findet ein europäisch-afrikanischer Gipfel statt. Letzte Station seiner Reise soll Ghana sein.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren