OSZE 2017 - Kiew würdigt Ukraine-Engagement von Österreichs Vorsitz

Wien/Moskau (APA) - Kiew hat das Engagement des österreichischen OSZE-Vorsitzes im Ukraine-Konflikt gewürdigt. Österreich habe Interesse gez...

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Wien/Moskau (APA) - Kiew hat das Engagement des österreichischen OSZE-Vorsitzes im Ukraine-Konflikt gewürdigt. Österreich habe Interesse gezeigt, die humanitären Probleme im Konfliktgebiet zu lösen, sagte der ukrainische OSZE-Botschafter in Wien, Ihor Prokoptschuk, am Dienstag der APA. Er bedauerte jedoch, dass man der Lösung des Problems „einer fortdauernden Aggression Russlands“ aber nicht näher gekommen sei.

„Österreich übernahm den OSZE-Vorsitz zum Zeitpunkt einer der schwersten Sicherheitskrisen in Europa und Außenminister Sebastian Kurz hat als amtierender Vorsitzender die Ermöglichung der Lösung dieser Krise in seiner Agenda ganz weit oben angesetzt“, erklärte Prokoptschuk. Kurz habe im Vorsitzjahr drei Mal die Ukraine besucht.

Insbesondere erinnerte der Ukrainer an Reise des österreichischen Außenministers in das ostukrainische Frontgebiet Anfang Jänner 2017. Diese habe Kurz die Gelegenheit geboten, das auf die „russische Aggression“ zurückgehende Leid und die Verwüstung unmittelbar wahrzunehmen. „Diese Erfahrungen vor Ort haben in einem großen Ausmaß auch die Bemühungen des österreichischen Vorsitzes 2017 geprägt“, sagte der ukrainische Spitzendiplomat.

Prokoptschuk erinnerte auch an Österreichs Unterstützung für die Sonderbeobachtungsmission (SMM) der OSZE in der Ukraine, bedauerte jedoch gleichzeitig, dass die SMM-Aktivitäten in nicht vom ukrainischen Staat kontrollierten Gebieten 2017 Einschränkungen ausgesetzt gewesen seien. Zudem betonte der Vertreter Kiews die Bemühungen der österreichischen OSZE-Präsidentschaft, Lösungen in humanitären Fragen zu finden, etwa beim Zugang internationaler NGOs in nicht von der Ukraine kontrollierten Gebieten sowie bei der Instandsetzung von durch Gewalteinwirkung zerstörter ziviler Infrastruktur.

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Trotz aller Bemühungen sei es aber nicht möglich gewesen, einer Lösung des Ukraine-Konflikts insgesamt näher zu kommen. „Wir haben ein sehr großes Problem einer fortdauernden Aggression der Russischen Föderation gegen mein Land und diese Aggression hat viele Facetten“, sagte der Vertreter der Ukraine bei der OSZE in Wien.

(Das Gespräch führte Herwig G. Höller/APA)

~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA021 2017-11-29/05:01


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