Peter Handke 75 - Gespräche, Ausstellungen und „Lange Handke-Nacht“

Paris/Wien/Klagenfurt (APA) - Aus Anlass des 75. Geburtstages des Dichters Peter Handke (6. Dezember) finden einige Veranstaltungen statt. Z...

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Paris/Wien/Klagenfurt (APA) - Aus Anlass des 75. Geburtstages des Dichters Peter Handke (6. Dezember) finden einige Veranstaltungen statt. Zu einem „Archivgespräch“ lädt das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, Gesprächsabende, Lesungen, eine Ausstellung und eine Lange Handke-Nacht gibt es in Kärnten.

Das „Archivgespräch“ am kommenden Montag (4. Dezember, 19 Uhr) im Grillparzerhaus (Wien 1, Johannesgasse 6) trägt den Titel „Anschauung und Wahrnehmung“. Nach einer Lesung von Maria Happel diskutieren Raimund Fellinger, der Cheflektor des Suhrkamp Verlags, mit Josef Winkler und Anna Baar über das Werk Peter Handkes. „Dabei soll es um jene andere Art der Wahrnehmung und des Aufschreibens gehen, die Handke in mittlerweile über 120 Büchern entwickelt hat“, heißt es in der Ankündigung. Moderiert wird der Abend von Stefan Gmünder.

Unter dem Titel „Mein Handke geht ins Land“ werden seit Oktober in Kärnten Aktivitäten mit Handke-Bezug gesetzt - etwa eine Serie von „Gesprächsabenden über Handke-Lektüren“, die heute, Mittwoch (19 Uhr), an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Hörsaal 3) mit dem Musiker Oliver Welter und dem Evangelischen Superintendenten Manfred Sauer sowie am 7. Dezember (19.30 Uhr) im Robert-Musil-Institut mit Valentin Inzko, dem Hohen Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, und dem Bischofsvikar und Dompfarrer Peter Allmaier fortgesetzt werden.

Am Geburtstag selbst liest Bibiana Beglau im Stadttheater Klagenfurt „Wunschloses Unglück“ (6.12., 19.30 Uhr). In Handkes Heimatgemeinde Griffen, im Zentrum bereits mehrerer Handke-Dokumentationen, wird Anfang Dezember im Museum Stift Griffen eine Ausstellung zu Peter Handke wiedereröffnet. Am 7. Dezember (11.30 Uhr) wird in der Universitätsbibliothek der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt durch Rektor Oliver Vitouch die Ausstellung „HANDKE handschriftlich“ mit Manuskripten und anderen handschriftlichen Dokumente des Schriftstellers eröffnet.

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Am 18. Dezember schließlich veranstaltet das Robert-Musil-Institut ab 19.30 Uhr eine „Lange Handke-Nacht“ mit Musik, der Preisverleihung eines Literaturwettbewerbs, Slam-Poetry sowie einem Handke-Lesemarathon.

Als Weihnachtsgeschenk wird sich die „Handke Bibliothek“ des Suhrkamp Verlags nicht ausgehen: Das 14-bändige Editionsvorhaben, das es auf über 11.400 Seiten bringen soll, wird erst am 26. März 2018 ausgeliefert. „Die Handke Bibliothek unterbreitet ein nicht abzulehnendes Angebot: Sie enthält alles, was der Autor während seines gesamten Schreiberlebens in Buchform veröffentlicht hat, ermöglicht die Konzentration der Lektüre auf einzelne Gattungen, lädt dazu ein, blätternd-lesend die mäandernden (Schreib)Versuche zu verfolgen. Kurz: Die Handke Bibliothek ist für Leser unumgänglich“, wirbt der Verlag. Die Bände 1 bis 9 sind der Prosa, den Gedichten und den Theaterstücken gewidmet, Band 10 und 11 gelten den Aufsätzen, die Bände 12 bis 14 den Journalen.

Als originelle Paketlösung für die weihnachtliche Bescherung empfiehlt sich für Handke-Fans jedoch der eben erschienene neue Roman „Die Obstdiebin“ in Kombination mit der Beschreibung einer erfolgreichen Annäherung eines Verehrers an sein Idol: In „Der Holunderkönig“ berichtet Rolf Steiner „Von einem, der auszog Peter Handke zu treffen“. Und wem das noch nicht genug ist, packt die DVD von Corinna Belz‘ sehenswertem, im vergangenen Jahr erschienenen Dokumentarfilm „Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte“ noch dazu.


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