EU-Kommission kippt wohl Niki-Übernahme durch Lufthansa

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wird im Laufe des Tages mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zusammentreffen. Von beiden Seiten gab es bislang keine Stellungnahme dazu.

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Lufthansa-Chef Carsten Spohr droht Ungemach: Platzt der Niki-Deal?
© REUTERS

Berlin/Schwechat – Die Übernahme der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki durch die Lufthansa droht einem Insider zufolge zu scheitern. „Die EU-Kommission neigt derzeit dazu, den Niki-Deal für die Lufthansa zu untersagen“, sagte am Mittwoch eine Person, die mit der Situation vertraut ist. Lufthansa-Chef Carsten Spohr werde im Laufe des Tages mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Lage erörtern.

Die Lufthansa lehnte einen Kommentar dazu ab. Von der Brüsseler EU-Kommission war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Zuvor hatte auch Spiegel-Online darüber berichtet.

Zwischenfinanzierung einstellen

Reuters hatte jüngst von Insidern erfahren, dass die Lufthansa die aktuelle Zwischenfinanzierung von der bisher nicht insolventen Air-Berlin-Tochter Niki wohl einstellen werde, falls die EU-Kommission eine vertiefte Prüfung des Air-Berlin-Deals plane. Denn so eine Untersuchung würde 90 Werktage dauern – dann wäre Niki wohl ebenfalls pleite.

Die Lufthansa hatte im Oktober von der insolventen Air Berlin die Töchter Niki und LGW Walter für rund 210 Mio. Euro übernommen. Die Brüsseler Behörde muss dem noch zustimmen. (APA/Reuters)

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