Ski alpin: Auch Abfahrt in Beaver Herausforderung für Läufer und OK

Beaver Creek (Colorado) (APA) - In Lake Louise hatte man wie durch ein Wunder trotz Wetterkapriolen zwei komplette Speedrennen über die Bühn...

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Beaver Creek (Colorado) (APA) - In Lake Louise hatte man wie durch ein Wunder trotz Wetterkapriolen zwei komplette Speedrennen über die Bühne gebracht. Nun wird auch Beaver Creek für Läufer und Organisationskomitee zu einer Riesen-Herausforderung. In Colorado ist es seit Wochen extrem warm. Deshalb ist zwar die Piste in ausgezeichnetem Zustand, aber rundherum liegt praktisch kein Stäubchen Schnee.

Was zur Folge hat, dass die Abfahrtsläufer nach der üblichen Streckenbesichtigung mit einem Bus aus dem Zielbereich und zu einem weit entfernten Lift gebracht werden müssen, der sie wieder an den Start bringt. Auch sonst sind gewohnte Laufwege und Zugänge per Ski auf der „Raubvogelpiste“ derzeit nicht nutzbar.

Deshalb findet das Aufwärmen der Rennläufer aus Sicherheitsgründen wie schon in Kanada auch in Beaver Creek auf der Rennpiste statt. Der Internationale Skiverband (FIS) ist wegen des Todes des Franzosen David Poisson diesbezüglich gerade sehr sensibel.

„Das sind wir ohnehin immer gewesen, jetzt aber noch mehr“, betonte Chefrenndirektor Markus Waldner. „Ich habe in Lake Louise schon gesagt, dass wir auf der Warmup-Strecke punkto Sicherheitsnetze nicht den Standard gewährleisten können, der auf der Weltcup-Piste gegeben ist. Es sind ja zudem hier draußen auch keine Sturzräume vorhanden, es ist alles grün rundherum.“

Dass Fahrer das Aufwärmen auf der Rennpiste missbrauchen und die Rennlinie testen, hat in Lake Louise zu einer leichten Strafe gegen den nun von Ivica Kostelic gecoachten Kroaten Natko Zrncic-Dim geführt. Ab sofort wird beim sogenannten „Schattenfahren“ aber sofort disqualifiziert.

„Das Warm-up ist Teil des Rennens. Dieses Shadowing würde eine Simulation des Rennens sein und einen leichten Vorteil bringen“, erklärte Waldner. „Ab sofort wird dieses Vergehen deshalb hart bestraft. Erwischte Fahrer können sich das Rennen von der Tribüne aus anschauen“, drohte Waldner.

Besser soll die Situation beim ersten Europa-Speedevent Mitte Dezember in Gröden werden. Von dort werden gute Schneebedingungen gemeldet. „Deshalb werden wir dort eine Trainings- und Warmup-Strecke mit bester Sicherheit herrichten“, versprach Waldner.


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