Wifo: Weihnachtsgeschenke fallen heuer besonders großzügig aus

Um ganze vier Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres dürften die Ausgaben für den Weihnachtseinkauf heuer ansteigen.

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(Symbolfoto)
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Wien – Die gute Wirtschaftsentwicklung und höhere Einkommen dürften die Österreicher heuer in Spendierlaune versetzen. Der Einzelhandel wird im Dezember um 1,29 Mrd. Euro mehr Umsatz machen als in einem normalen Monat, schätzen die Handelsexperten des Wifo – das wäre eine Steigerung um 4 Prozent gegenüber dem Weihnachtshandel des Vorjahres.

Insgesamt wird das Umsatzvolumen im Dezember – ohne Autohandel und Tankstellen – auf 6,33 Mrd. Euro geschätzt, das ist um gut ein Viertel mehr als ein durchschnittlicher Monatsumsatz. Im Dezember 2016 wurden 6,15 Mrd. Euro umgesetzt.

Umsätze haben im Jahresverlauf zugenommen

„Jeder fünfte im Dezember umgesetzte Euro kann dem Weihnachts-Shopping zugerechnet werden“, sagte Wifo-Experte Jürgen Bierbaumer-Polly am Mittwoch laut Aussendung. In vielen Branchen, wie etwa dem Spielwarenhandel, dem Handel mit Uhren und Schmuck oder dem Buchhandel, habe das Weihnachtsgeschäft einen noch viel größeren Anteil am Jahresumsatz. „Im längerfristigen Durchschnitt liegen hier beispielsweise die Umsatzspitzen im Dezember im Spielwarenhandel beim 2,5-fachen Monatsumsatz, Tendenz leicht fallend“, erklärt Bierbaumer-Polly.

Ihren optimistischen Ausblick auf den Dezember gründen die Wifo-Experten auf den bisherigen Jahresverlauf. Laut Berechnungen der Statistik Austria haben die Umsätze im Einzelhandel in den ersten drei Quartalen um 2,8 Prozent zugelegt, das entspricht einem realen Zuwachs um 1 Prozent. Auch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden auf ein gutes Weihnachtsgeschäft 2017 schließen lassen. Das Wifo erwartet aktuell für heuer ein Wirtschaftswachstum von real 2,8 Prozent. (APA)

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