Sklavenhandel in Libyen: Merkel sagt mehr Hilfe für Afrika zu

Brüssel/Abidjan (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat vor dem Hintergrund von Berichten über Sklavenhandel in Libyen eine stä...

  • Artikel
  • Diskussion

Brüssel/Abidjan (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat vor dem Hintergrund von Berichten über Sklavenhandel in Libyen eine stärkere Unterstützung Afrikas im Kampf gegen illegale Migration zugesagt. Mit den Meldungen, dass junge Männer in Libyen wie Sklaven verkauft würden, habe das Thema „eine hohe emotionale Bedeutung bekommen“, sagte Merkel am Mittwoch in Abidjan vor Beginn des EU-Afrika-Gipfels.

„Daraus ergibt sich auch ein gemeinsames Interesse daran, die illegale Migration zu beenden und dafür legale Möglichkeiten zu bekommen für Menschen aus Afrika, die Ausbildung bekommen, die bei uns studieren können“, so die deutsche Kanzlerin nach einem Treffen mit dem Präsidenten von Cote d ?Ivoire (Elfenbeinküste), Alassane Ouattara. Man müsse verhindern, dass Menschen „auf schrecklichste Weise entweder in Lagern in Libyen sind oder sogar gehandelt werden“, fügte Merkel hinzu.

Gegen Mittag wollten bei dem zweitägigen EU-Afrika-Gipfel mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus der EU und Afrika über bessere Perspektiven für die rasant wachsende Bevölkerung auf dem Kontinent beraten. Österreich ist durch Staatssekretärin Muna Duzdar vertreten.

Illegale Migration spiele auf dem afrikanischen Kontinent flächendeckend eine Rolle, sagte Merkel. Die Kanzlerin lobte die Fortschritte der Regierung Ouattaras bei der Entwicklung des Landes. Gerade die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft spiele eine große Rolle. Nachdem es jahrelang keine Entwicklungshilfe gegeben habe, werde Deutschland vor diesem Hintergrund die Elfenbeinküste verstärkt unterstützen.

"Kaiserschmarrndrama": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren