WSG-Stürmer Zangerl: „So will ich sicher nicht aufhören“

Das vorzeitige Karriereende von Simon Zangerl stand im Raum. Trotz Verletzungspech will der Wattens-Angreifer im Frühjahr noch einmal alles probieren.

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Auf Turban und Knieschiene folgte bei WSG-Stürmer Zangerl neue Zuversicht.
© Zangerl/Montage: TT.com

Von Alex Gruber

Wattens – Nach dem folgenschweren Zusammenstoß in Linz, der Zangerl neben Gesichtsverletzungen auch noch einen Innenbandeinriss, Einblutungen und eine Kreuzbandüberdehnung im vorgeschädigten rechten Knie einbrachte, sah der 27-jährige Oberländer kaum noch ein Licht am Ende des Spielertunnels: „In der Rettung in Linz habe ich anscheinend gesagt: Das war’s für mich. Aber da war ich auch benommen“, kann der „Zangi“ über seine kurzfristigen Abschiedsgedanken schon wieder schmunzeln.

Seit seinem Wechsel zu Atlético Baleares 2016 und der Rückkehr zur WSG im Sommer darauf hat sich beim dreimaligen Torschützenkönig der Regionalliga West aber weniger das Torkonto als vielmehr die Krankenakte gefüllt. Als Neo-Profi in Spanien wurde der Angreifer gleich mit Innenbandeinriss und Kreuzbandeinriss sowie einer Verletzung am Schienbeinkopf abmontiert, nach der Wiedergenesung saß er in der dritten spanischen Liga oft auf der Bank. Und nach der sehnsüchtig erwarteten Rückkehr ins Wattener Gernot-Langes-Stadion setzte sich die Seuche mit einer Knochenabsplitterung im Knöchel und dem folgenschweren Zusammenstoß in Linz diesen Herbst fort.

„Wir haben mit Simon gesprochen. Er hat in der Vorbereitung gleich gegen Salzburg und Inter getroffen und wurde dann wegen seines Verletzungspechs weit unter seinem Wert geschlagen“, stärkte Wattens Sportmanager Stefan Köck gemeinsam mit Coach Thomas Silberberger Zangerl in einem Sechs-Augen-Gespräch den Rücken. Mit einer verletzungsfreien Winter-Vorbereitung soll nicht nur bei ihm der Turnaround gelingen. „So will ich sicher nicht aufhören. Ich möchte im Frühjahr noch einmal alles probieren – zumindest dieses halbe Jahr. Vielleicht geht es ja endlich wieder in die andere Richtung“, sagt der Wattener Unglücksrabe, der sich endlich in der Sky Go Ersten Liga durchsetzen will. Nachsatz: „Es geht mir schon wieder besser.“ Natürlich mit einer Knieschiene nicht gut genug, um am Freitag beim letzten Match in Liefering mit von der Partie zu sein. Da müssen es die Kollegen richten.

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