Flughäfen auf Bali und Lombok vorerst wieder geöffnet

Denpasar (Bali)/Bali (APA/AFP) - Zehntausende auf der indonesischen Ferieninsel Bali festsitzende Touristen haben am Mittwoch die erlösende ...

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Denpasar (Bali)/Bali (APA/AFP) - Zehntausende auf der indonesischen Ferieninsel Bali festsitzende Touristen haben am Mittwoch die erlösende Nachricht erhalten: Der internationale Flughafen in der Inselhauptstadt Denpasar nahm am Mittwoch zumindest vorerst den Betrieb auf, weil die Aschewolke des Vulkans Agung in eine andere Richtung zog. Zunächst war aber nicht klar, wann tatsächlich wieder Flugzeuge starten.

Auf der Nachbarinsel Lombok war der Flughafen nach mehreren vorübergehenden Schließungen ebenfalls geöffnet. Die Gefahr eines Vulkanausbruchs blieb aber unvermindert groß, teilten die indonesischen Behörden mit.

Die australische Urlauberin Ebra Syllivan, die auf gut Glück zum Flughafen gekommen war, brach in Jubel aus, als sie von der Wiederaufnahme des Flugverkehrs hörte. „Das ist fantastisch, weil wir zurück müssen. Wir müssen zurück zur Arbeit“, sagte sie. Am Dienstag waren etwa hundert Busse mit festsitzenden Urlaubern von Bali aufgebrochen, um sie zu Fähren auf die Insel Java zu bringen. Sie habe sich für die rund 13-stündige Busfahrt entschieden, „weil wir auf dieser Insel hier sehr nervös sind“, sagte die 24-jährige russische Touristin Sofia Maria auf der Fahrt in die Hauptstadt Jakarta.

Der Flugverkehr auf Bali könnte bei einer Änderung der Windverhältnisse schnell wieder ausgesetzt werden. „Wir werden die Lage ständig beobachten“, sagte der Flughafensprecher. Die Asche des Vulkans kann den Flugverkehr behindern, indem sie Start- und Landebahnen in Rutschbahnen verwandelt oder Flugzeugantriebe verstopft. Ein Experte der indonesischen Vulkanologiebehörde erklärte am Mittwoch, es bestehe weiterhin die Gefahr einer „größeren, explosiven Eruption“.

Die indonesische Einwanderungsbehörde sagte zu, dass Touristen, die wegen der Vulkanasche nicht ausreisen können, eine Verlängerung ihrer Visa erhielten. Bali lockt jedes Jahr Millionen von Touristen aus aller Welt. Die meisten Urlauber kommen aus China, gefolgt von Australiern, Indern, Briten und Japanern.

Der internationale Flughafen von Bali war am Montag geschlossen worden. Hunderte Flüge fielen aus, mehr als 120.000 Urlauber saßen deswegen auf der Insel fest. Einige Urlauber hatten Mühe, noch eine Unterkunft für ihren erzwungenen verlängerten Aufenthalt zu finden. Rund 550 Österreicher und nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) auch etwa 5.500 bis 6.000 Reisende aus Deutschland befanden sich auf Bali.


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