Kfz-Versicherungsbetrug 2 - Ein Angeklagter freigesprochen

Eisenstadt/Wiener Neustadt (APA) - Beim Prozess um Versicherungsbetrug mit fingierten Auto-Schadensmeldungen im Landesgericht Eisenstadt hab...

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Eisenstadt/Wiener Neustadt (APA) - Beim Prozess um Versicherungsbetrug mit fingierten Auto-Schadensmeldungen im Landesgericht Eisenstadt haben sich am Mittwoch die Reihen der zu Prozessbeginn acht Angeklagten weiter gelichtet: Ein 56-jähriger Autolackierer aus Ungarn wurde vom Schöffensenat im Zweifel freigesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig, der Staatsanwalt erklärte Rechtsmittelverzicht.

Dem Mann war Betrug im Zusammenhang mit einer überhöhten Schadensmeldung nach einem Unfall vorgeworfen worden. „Das ist ein Freispruch wirklich im absoluten Zweifel“, stellte die Vorsitzende des Schöffensenats, Karin Lückl, in Richtung des Angeklagten fest. Der Unfall habe stattgefunden, man merke das am Schaden am Fahrzeug. Der Mann sei auch im Spital gewesen, es gebe zudem kein Naheverhältnis zwischen ihm und Mitangeklagten.

Ankläger Roland Koch zeigte sich hinsichtlich der Entscheidung skeptisch: Es gebe „viel zu viele Umstände, die in Richtung Betrug gehen“. Im Hinblick auf die Judikatur des Obersten Gerichtshofes (OGH) verzichte er jedoch auf Rechtsmittel. Der Prozess wird am Nachmittag mit den verbliebenen fünf Angeklagten fortgesetzt.


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