Russland verurteilt Nordkoreas Raketentest als Provokation

Moskau/Berlin (APA/Reuters/AFP/dpa/sda) - Die russische Staatsführung hat nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas zur Ruhe aufgerufen. „Es ...

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Moskau/Berlin (APA/Reuters/AFP/dpa/sda) - Die russische Staatsführung hat nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas zur Ruhe aufgerufen. „Es gibt keinen Zweifel, das ist ein provokanter Schritt“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Das könne zu weiteren Spannungen führen und eine Lösung des Konflikts verzögern.

„Wir hoffen, dass es allen Seiten gelingt, Zurückhaltung zu bewahren.“ Das sei nötig, um eine Katastrophe in der Region zu verhindern, sagte Peskow nach Angaben der Agentur Tass.

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel verurteilte den jüngsten Raketentest Nordkoreas als „rücksichtsloses Verhalten“ und „enorme Gefahr“ für die internationale Sicherheit. Nordkorea müsse sich an die bestehenden Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats halten und sein Raketen- und Atomprogramm umgehend einstellen. Er kündigte noch für Mittwoch an, den nordkoreanischen Botschafter ins Auswärtige Amt zu zitieren, um gegen den Raketentest zu protestieren.

Auch das Schweizer Außenministerium verurteilte den neusten Raketentest Nordkoreas scharf. Die Schweiz bleibe weiterhin offen für Gesuche um Vermittlung in dem Konflikt, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch mit. Eine Lösung in der Nordkorea-Krise könne nur mit Dialog und einem diplomatischen Prozess gefunden werden. Der neue Raketentest Nordkoreas stelle eine Gefahr für internationalen Frieden und Sicherheit dar, schreibt das EDA weiter. Zudem verstoße er gegen mehrere UNO-Resolutionen.

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Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-15 getestet, mit der erstmals das gesamte Gebiet der USA in Reichweite seiner Atomwaffen liegen soll.

Die USA und Japan widersprachen der Darstellung Nordkoreas, dass der Raketentest erfolgreich verlaufen sei: Nach US-Erkenntnissen stürzte die Rakete etwa tausend Kilometer vom Startort entfernt ins Meer und bedeutete keine Gefahr für Nordamerika. Experten zufolge handelte es sich aber um eine besonders starke Rakete mit großer Reichweite.

( 1215-17, 88 x 64 mm)


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