TVB: “Einheimische wieder ins Tourismusboot holen“

Bei der gestrigen Vollversammlung des TVB Innsbruck wirkte auch das Thema Olympia nach. Die Einheimischen müssten wieder ins Tourismusboot geholt werden, so der Appell.

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(Symbolfoto)
© Thomas Böhm

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Nächtigungszuwächse, die in manchen Orten zweistellig sind, eine neue Markenstrategie, die voll aufzugehen scheint und Top-Events im kommenden Jahr, die erneut auf ein gutes touristisches Jahr hoffen lassen. Die Stimmung unter den Anwesenden bei der gestrigen Vollversammlung des Tourismusverbandes Innsbruck war mehr als nur gut. Kein Wunder, liegt doch ein Rekordjahr hinter dem Team rund um Obmann Karl Gostner und Direktorin Karin Seiler-Lall. Prozentuell habe der TVB 2017 das beste Ergebnis aller Tiroler TVBs erzielt, lautete gestern die Frohbotschaft.

Und doch wurde da und dort Nachdenkliches laut. Wie im Rahmen einer kurzen Podiumsdiskussion mit den Mitgliedern des TVB-Vorstandes. Unter anderem zum Thema Olympia. Viele Hoffnungen hatten die Touristiker in und um Innsbruck in dieses Zugpferd gesetzt und massiv für eine Bewerbung um die Winterspiele 2026 die Werbetrommel gerührt. Das Ende ist bekannt: Die vom Land initiierte, tirolweite Volksbefragung endete negativ. Das Thema ist somit abgehakt.

Das negative Votum insbesondere in Innsbruck-Stadt (66,68 %), aber auch in Innsbruck-Land (58,38 %) wirkt nach. Viel wird seither in Touristikerkreisen über das Fehlen einer touristischen Gesinnung in weiten Teilen der Bevölkerung diskutiert. Mario Gerber, Fachgruppenobmann Hotellerie in der Wirtschaftskammer und stv. TVB-Obmann, brachte es gestern auf den Punkt: „Das Thema wird uns nach innen und nach außen stark beschäftigen. Wir müssen die Gesinnung wieder ins Positive drehen.“ Und das gehe in erster Linie nur dann, wenn die Touristiker selbst wieder für ihre Branche brennen würden, appellierte Gerber. Und er ließ auch mit einer neuen Idee aufhorchen: Vielleicht sollte eine eigene Abteilung bei der Tirol Werbung auch nach innen werben, also bei den Einheimischen. Und: „Wir müssen auch Personen installieren, die glaubwürdig sind.“

TVB-Aufsichtsratsvorsitzende Patricia Niederwieser-Holzbaur schloss sich dem an: „Wir müssen die Einheimischen wieder ins Boot holen und uns gegenseitig befruchten.“ Das, so Niederwieser-Holzbaur, sei die Herausforderung für die kommenden Jahre.

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