Raumordnungsverträge werden in Kitzbühel verschärft

Kitzbühel – Die Errichtung eines neuen Bauernhofes in Kitzbühel sorgte kürzlich für Diskussionen im Kitzbüheler Gemeinderat. Denn bei dem Vo...

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© Angerer Harald

Kitzbühel –Die Errichtung eines neuen Bauernhofes in Kitzbühel sorgte kürzlich für Diskussionen im Kitzbüheler Gemeinderat. Denn bei dem Vorhaben kommt ein neuer Raumordnungsvertrag zum Einsatz, der so manchem als zu scharf erscheint.

Geplant ist eine neue Hofstelle im Bereich Vordergrub mit einem landwirtschaftlichen Gebäude mit 171 m2 Fläche und Mutterschafhaltung auf 1140 m2 Hoffläche. Ein junger Kitzbüheler möchte den Hof errichten und betreiben. Die Auflagen für den Neubau sind aber deutlich schärfer als bei bisherigen Raumordnungsverträgen in Kitzbühel üblich. So wird zum Beispiel das Vorkaufsrecht für die Gemeinde von 15 auf 30 Jahre verlängert, der Grundpreis ist dabei an die Förderrichtlinien des Landes Tirol gebunden, zudem wird auch eine Rückwidmung bei nicht genehmigter Verwendung angedroht. Weiters wird eine Vermietung untersagt, hier ist eine Strafe von 2000 Euro monatlich vorgesehen. Eine Einschränkung gibt es auch für das Dachgeschoß, hier darf kein Wohnraum geschaffen werden. Dabei wird ebenfalls eine Strafe angedroht – in der Höhe von 100.000 Euro.

Kritik gab es von der Opposition, unter anderem weil das Raumordnungskonzept dadurch aufgehoben würde. Die Fläche sei als ökologische Freihaltefläche eingetragen. „Hier ist die Auskunft des Raumplaners, dass durch die Beweidung der Fläche mit Schafen die Ziele der ökologischen Freihaltefläche sogar verbessert würden“, sagt Georg Wurzenrainer (ÖVP), Obmann des Ausschusses für Bau- und Raumordnung.

Für Gemeinderat Manfred Filzer (UK) ist dieser Vertrag ein „Vertrag des Misstrauens“, wie er es bezeichnet. Das Beispiel Sonngrub zeige aber, dass schon die bestehenden Verträge keine Sicherheit garantieren. Genau aus diesen Erfahrungen mit Sonngrub habe man aber gelernt, betonte Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP). Deshalb komme es zu Anpassungen.

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Vizebürgermeister Walter Zimmermann (SPÖ) begrüßt die Verschärfung. Er spricht sich auch für eine generelle Verschärfung aus. Dem stimmt Bürgermeister Winkler zu, es sollte bei weiteren Verträgen so bleiben. (aha)


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