Kinderhilfe in Tirol bekommt mehr Geld

Innsbruck – Mit den Trägerorganisationen ist es LR Christine Baur gelungen, ein einheitliches Normtagsatzmodell in der Kinder- und Jugendhil...

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Innsbruck –Mit den Trägerorganisationen ist es LR Christine Baur gelungen, ein einheitliches Normtagsatzmodell in der Kinder- und Jugendhilfe zu vereinbaren. Was bürokratisch klingt, soll eine große Verbesserung für jene Kinder und Jugendlichen bringen, die in keinem behütenden Zuhause aufwachsen können. 2016 wurden in Tirol 749 Minderjährige in sozialpädagogischen Einrichtungen betreut. „Mit der Reform können wir eine einheitliche Bezahlung für einheitliche Leistung sicherstellen. Die Institutionen bekommen Planungssicherheit und wir die Garantie, dass die Betreuung gemäß einem hohen Standard durchgeführt wird“, erklärt Baur.

Auch Silvia Rass-Schell, Vorständin der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe, spricht von einem „Meilenstein“. Auch aufwändige Einzelverhandlungen würden entfallen. Das Land ist bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen. Nachdem alle Träger umgestiegen sind, voraussichtlich 2024, ist mit Mehrkosten von rund 3,2 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen. Der Tagsatz, der für alle gleich gilt, wird sich auf 168,70 Euro pro Tag und Betreutem in einer sozialpädagogischen WG belaufen. Derzeit schwanken die Tagsätze zwischen 130 Euro und 160 Euro. „Mit dem neuen Modell dürfen in einer WG maximal neun Personen betreut werden. Wir bekommen mehr Geld und können mehr Personal anstellen“, sagt Gerald Glaßer, Regionalleiter von pro Juventute. Auf lange Sicht ist das neue Modell auch wirtschaftlicher. „Wir sparen Bürokratie. Zudem rechnet sich jeder Euro, der in soziale Maßnahmen investiert wird, vierfach“, so Baur. (pla)


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