„Guardian“-Journalist steckt hinter falschem Haneke-Twitter-Account

Der Journalist Benjamin Lee beichtete es dem österreichischen Oscarpreisträger persönlich. Die Seite sei als „liebevolle Hommage“ gedacht gewesen.

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Michael Haneke mit Benjamin Lee, seinem parodistischen Alter Ego.
© Twitter

Wien — Vor einigen Jahren sorgte ein Twitter-Account, der Österreichs Oscarpreisträger Michael Haneke parodierte, für einiges Aufsehen im Netz: Der vermeintliche Regisseur parlierte hier in jugendlichem Englisch über seine „stinkende Katze" und den Preisregen für seine Filme. Nun hat sich der Urheber des zuletzt nicht wirklich aktiven Accounts geoutet: es ist „Guardian"-Journalist Benjamin Lee.

Er bezeichnete die Parodie in einem Artikel für die britische Tageszeitung als „liebevolle Hommage". Ans Licht gekommen ist die ganze Sache, als er mit Haneke über dessen neuen Film „Happy End" gesprochen hat. Am Ende des Interviews habe er dann ein Geständnis abgelegt. Haneke habe daraufhin herzhaft gelacht und ihm gratuliert. „Ich habe viel darüber gelacht. Ich fand es sehr clever", zitiert Lee den Regisseur. Und so findet sich im Twitter-Feed des „falschen" Michael Haneke nun ein Foto des Regisseurs mit Lee, seinem parodistischen Alter Ego. (APA)

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