Koalition: Lehrer warten auf Kleingedrucktes

Wien (APA) - „Sehr gelassen“ sieht der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger die von ÖVP und FPÖ präsentierten Pläne im Bildungsbereic...

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Wien (APA) - „Sehr gelassen“ sieht der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger die von ÖVP und FPÖ präsentierten Pläne im Bildungsbereich. „Grundsätzlich sind jetzt einmal ein paar Überschriften präsentiert worden. Man wird aber auf das Kleingedruckte warten müssen“, so Kimberger zur APA.

„Oberflächlich gesagt gehen viele Dinge in die richtige Richtung“, meinte Kimberger etwa zum Ausbau der Sprachförderung. „Eine genaue Bewertung ist aber erst dann möglich, wenn das ausformuliert ist.“ Das gelte auch für die im Papier kurz angerissene „leistungs- und outputorientierte Gestaltung der Besoldungssystematik“ für Lehrer: „Wenn man mir erklären kann, wie man Lehrerleistung objektiv bewertet, bin ich gerne bereit, darüber zu sprechen.“ Rein populistische Ansagen wie jetzt lehne er aber ab.

Die genau ausformulierten Maßnahmen will Kimberger dann einem „Realitätscheck“ unterziehen. „Wir haben in den letzten Jahren immer wieder das Problem mit der Praxistauglichkeit gehabt. Da sind viele Maßnahmen in der Retorte bzw. am Schreibtisch entstanden - man hat aber nicht darauf geachtet, wie das in der Praxis umgesetzt werden kann.“ Klar sei auch eines: „Sollten sich Maßnahmen gegen Lehrer, Schüler oder Schulen richten, werden wir uns dagegen wehren.“

Die Bildungssprecherin der Liste Pilz, Stephanie Cox, wertet die Wiedereinführung verpflichtender Ziffernnoten auch in der Volksschule als „großen Rückschritt“. „Hier handelt es sich um einen Eingriff in die Schulautonomie“, so Cox in einer Aussendung. Begrüßt wird dagegen der weitere Ausbau der Ganztagsschulen und eine Qualitätssteigerung bei der Elementarpädagogik. „Allerdings wird die Umsetzung entscheidend sein, da die Kernfrage, wo das Geld herkommt, nicht beantwortet wurde.“

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