Fußball: Sturm-Graz-Gala bei 6:1-Sieg - Admira „inferior“

Graz (APA) - Höchster Saisonsieg mit 6:1 gegen den Vierten Admira: Sturm Graz hat seine Heimstärke am Dienstag eindrucksvoll unter Beweis ge...

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Graz (APA) - Höchster Saisonsieg mit 6:1 gegen den Vierten Admira: Sturm Graz hat seine Heimstärke am Dienstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sieben von neun Partien vor eigenem Publikum wurden gewonnen, noch keine verloren. Auch deshalb mischen die Grazer ganz vorne mit. So viele Punkte wie jetzt nach 17 Runden (38) hatten sie zuletzt in der Saison 1998/99, damals wurden sie in der Folge auch Meister.

„Insgesamt hat die Mannschaft viel Freude bereitet. Nicht nur dem Trainer, auch den Fans. Es war ein gutes Spiel, wir haben die Tore super herausgespielt“, sagte Franco Foda nach seinem 350. Spiel in der Fußball-Bundesliga als Sturm-Trainer. Im Gegensatz zum jüngsten Zitter-1:0 gegen den LASK wurde das Grazer Publikum verwöhnt. „Wir haben etwas zum Gutmachen gehabt und einen richtig geilen Fußball gespielt. Es hat richtig Spaß gemacht“, meinte Offensivspieler Peter Zulj.

Von Abheben ist im Grazer Lager aber trotz des vorläufigen Sprungs zurück auf Rang eins keine Spur. „Jetzt ist es auch wichtig, bodenständig zu bleiben“, betonte Noch-Trainer Foda. Vor der Winterpause muss seine Elf noch in Altach, gegen St. Pölten und bei der Wiener Austria bestehen. Der kommende ÖFB-Teamchef will dabei auf seiner Abschiedstour noch viele Punkte mitnehmen und seinem Nachfolger eine tolle Ausgangsposition fürs Frühjahr sichern.

Der neue Trainer wird laut Günter Kreissl „spätestens Mitte Dezember“ präsentiert werden. „Es ist kein Alleingang von mir. Ich bereite das Ganze auf und vor für die Gespräche, informiere aber zur rechten Zeit auch den Vorstand, weil Entscheidungen für mich im besten Fall immer auf breiter Basis getroffen werden“, gab der Sport-Geschäftsführer gegenüber Sky Einblick in die in der Endphase steckende Trainersuche. Namen will er weiterhin nicht kommentieren.

Ebenfalls noch nicht fix geklärt ist die Trainerfrage bei der Admira, obwohl ein Verbleib von Interimscoach Ernst Baumeister bis Saisonende sehr wahrscheinlich scheint. Das 1:6 hat ihm aber bitter aufgestoßen. „Es hängt nicht von einem Mann ab. Es war die komplette Mannschaft, bis auf zwei, die man herausnehmen kann“, sagte der Admira-Coach und meinte damit Markus Lackner und Stephan Zwierschitz.

Der Auftritt seiner Elf, die jetzt schon 13 Punkte hinter Sturm zurückliegt, war für ihn völlig unerklärlich. „So verhalten kann man sich nicht. Man muss sich wenigstens wehren“, verlautete der 60-Jährige. Seine Mannschaft ließ den Grazern Räume und spielte ihnen damit voll in die Karten. Tore von Christian Schoissengeyr (14.), Peter Zulj (17.), Philipp Zulechner (32.), Deni Alar (42.), Fabian Koch (76.) und Oliver Filip (89.) waren die Folge. Der frühe Rückstand durch Christoph Knasmüllner (11./Elfmeter) wurde damit noch deutlich ausgemerzt.

„So ein Auftreten wie wir es an den Tag gelegt haben, ist eine Sauerei, das war inferior“, verlautete Goalie Andreas Leitner. Während er sechsmal hinter sich greifen musste, gab es für den am Transfermarkt begehrten Knasmüllner immerhin persönliche Erfolgserlebnisse. Mit zwölf Toren übernahm er die alleinige Führung in der Liga-Schützenliste. Zudem ist der 25-Jährige schon jetzt bester Admira-Saison-Torschütze seit dem Wiederaufstieg. Die bisherige Bestmarke hatte Rene Schicker in der Saison 2013/14 mit elf Toren aufgestellt gehabt. Das war am Dienstag aber sicher kein Trost.


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