Neuer Linzer Brucknerhaus-Chef sorgt für dicke Luft

Linz (APA) - Zwischen Landestheater bzw. Bruckner Orchester Linz und dem neuen Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum kracht es gehörig: Man h...

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Linz (APA) - Zwischen Landestheater bzw. Bruckner Orchester Linz und dem neuen Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum kracht es gehörig: Man habe das Vertrauen in eine erfolgreiche Zusammenarbeit verloren, teilten Theater und Orchester mit. Hintergrund ist ein Zeitungsartikel, wonach Kerschbaum den Chefdirigenten des Bruckner Orchesters, Markus Poschner, als „drittklassigen Dirigenten“ bezeichnet haben soll.

Der bisherige Brucknerhaus-Chef Hans-Joachim Frey übergibt mit Monatsende seine Funktion an Kerschbaum. Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ in der Vorwoche berichtet hatten, soll sich der Neue bereits im Vorfeld intern unbeliebt gemacht haben. Er schwänze Freys Verabschiedung, wolle angeblich von Mitarbeitern nicht persönlich angesprochen werden und habe - darauf beziehen sich Landestheater und Bruckner Orchester - den von Publikum und Kritik mit höchstem Lob bedachten Poschner als „drittklassigen Dirigenten“ bezeichnet.

„Mit wachsendem Befremden und Enttäuschung stellt die Leitung des Landestheaters Linz und des Bruckner Orchesters Linz fest, dass die in einem Zeitungsartikel vor einer Woche öffentlich gemachte Herabwürdigung unseres Chefdirigenten Markus Poschner durch den Leiter des Brucknerhauses, Herrn Dietmar Kerschbaum, bis dato von diesem nicht ebenso öffentlich zurückgewiesen wurde. Wir haben das Vertrauen in eine erfolgreiche, von gegenseitigem Respekt getragene Zusammenarbeit verloren“, ließen Landestheater-Intendant Hermann Schneider und sein kaufmännischer Vorstandsdirektor Uwe Schmitz-Gielsdorf am Mittwoch via Aussendung wissen.

Der Künstlerische Direktor des Bruckner Orchesters, Heribert Schröder, sieht eine „kulturpolitische Blutgrätsche“. „Ein derartiges Verdikt unwidersprochen im öffentlichen Raum stehen zu lassen geschieht mit der Absicht, das Bruckner Orchester Linz und seinen Chefdirigenten Markus Poschner vor aller Augen und Ohren herabzuwürdigen“, so Schröder.

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Die APA hat das Brucknerhaus um eine Stellungnahme gebeten.


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