EZB-Vize spricht sich für schrittweise Straffung der Geldpolitik aus

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte nach Ansicht ihres Vize-Präsidenten die Konjunkturhilfen trotz der Gefahr...

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Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte nach Ansicht ihres Vize-Präsidenten die Konjunkturhilfen trotz der Gefahr einer Blasenbildung im Immobilien- und Finanzmarkt schrittweise auslaufen lassen. Die Zentralbank solle daran festhalten, weil sie laut Mandat zu Preisstabilität verpflichtet sei, sagte Vitor Constancio am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die EZB müsse auch dafür sorgen, dass sich die Inflation normalisiere. Die Europäische Zentralbank sieht eine Preisteuerung von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Wirtschaftsentwicklung an. Die Rate näherte sich zuletzt diesem Wert an.

Um die Konjunktur zu stützen und die Inflation wieder in den gewünschten Zielbereich zu steuern, kauft die EZB monatlich Anleihen. Ab Anfang 2018 sollen die umstrittenen Käufe auf 30 Milliarden Euro im Monat halbiert werden. Das Programm soll noch bis mindestens September 2018 laufen.

Marktkorrekturen in anderen Teilen der Welt könnten sich zwar auf Europa auswirken, würden aber nicht zwingend weitere Anreize durch die EZB nach sich ziehen, sagte Constancio. Das würde nicht ausreichen, um die Wirtschaftserholung aus dem Tritt zu bringen. „Andere, tiefer greifende Ereignisse schon. Dann würden wir entsprechend reagieren.“

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA411 2017-11-29/14:46


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