Zürcher Börse schließt leicht im Minus

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Mittwochshandel mit einem kleinen Minus beendet. Nach einem neuen Jahreshoch im frü...

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Mittwochshandel mit einem kleinen Minus beendet. Nach einem neuen Jahreshoch im frühen Handel drehte der Leitindex SMI zunächst ins Minus, kämpfte sich bis zum Mittag wieder nach oben und rutschte gegen Handelsende mit nachgebenden Kursen an der Wall Street erneut ins Minus. Stütze kam von den Finanzwerten, während die Schwergewichte auf die Bremse traten.

Die Finanzwerte profitierten Händlern zufolge von einer Rede des designierten Fed-Chefs Jerome Powell. „Die Rahmenbedingungen sprechen für eine Anhebung der Zinsen“, hatte dieser vor dem Bankenausschuss des US-Senats gesagt. Auch die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Kongressausschuss bewegte. Sie plädierte für eine graduelle Normalisierung der Zinspolitik. Von Konjunkturseite stützte die Wirtschaftsstimmung der Eurozone, die auf ein 17-Jahreshoch stieg. In den USA ist das BIP laut zweiter Schätzung etwas stärker gewachsen als zunächst berechnet.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,17 Prozent tiefer auf 9.304,42 Punkten. Das neue Jahreshoch liegt nun bei 9.363,52 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab 0,08 Prozent auf 1.490,81 Punkte ab und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,30 Prozent auf 10.655,04 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 17 im Minus und 13 im Plus.

Klar an der Spitze des SMI standen Credit Suisse (+1,4 Prozent) und lagen damit vor UBS (+1,1 Prozent). Die CS führt am Donnerstag ihren mit Spannung erwarteten Investorentag durch. Im Vorgang hat Baader Helvea die Bewertung für Credit Suisse mit „Buy“ und einem Kursziel von 20 CHF wieder aufgenommen. Aus dem Handel heißt es unterdessen, dass die Erwartungen überladen sein könnten und morgen doch vieles beim Alten bleiben könnte.

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Neben den Banken profitierten Versicherungstitel wie Swiss Re (+1,1 Prozent), Swiss Life (+0,8 Prozent) oder Zurich (+0,7 Prozent) von der guten Stimmung und der Aussicht auf ein steigendes Zinsumfeld. Einzig Bâloise (-0,1 Prozent) drehten am Schluss leicht ins Minus. Zu den Gewinnern gehörten auch Sika (+0,9 Prozent), Swisscom (+0,6 Prozent) oder Aryzta (+0,3 Prozent).

Mit Blick auf die Luxusgüterindustrie dominierte die Prognose, dass die Branche 2018 mit 3 Prozent wachsen dürfte. Davon konnten aber nur Swatch (+1,1 Prozent) profitieren, während Richemont (-0,8 Prozent) die Abwärtsbewegung vom Dienstag fortsetzte.

Auf der anderen Seite waren Sonova (-4,6 Prozent) die größten Verlierer. Morgan Stanley hatte das Rating für die Papiere auf „Underweight“ und das Kursziel auf 144 CHF von 160 CHF gesenkt. Auch Logitech (-1,8 Prozent), SGS (-1,6 Prozent) und Lonza (-1,2 Prozent) mussten Einbußen hinnehmen.

ABB (-0,8 Prozent) gingen tiefer aus dem Handel. Händler sprachen von angelsächsischen Leerverkäufern als Grund. Bei den Schwergewichten zeigte sich am Schluss ein gemischtes Bild. Während die defensiven Pharmatitel mit Novartis (+0,1 Prozent) und Roche (-0,1 Prozent) in Summe keine Impulse gaben, schlossen Nestlé (-1,2 Prozent) deutlich im Minus. Letztere waren am Dienstag noch das klare Zugpferd des SMI gewesen und hatten sogar kurzzeitig ein neues Allzeithoch erreicht.

Neuigkeiten gab es zudem zu Dufry (-0,3 Prozent). Baader Helvea meinte, dass die chinesische HNA ihren Anteil am Reisedetailhändler bald wieder verkaufen könnte. HNA ist mit einem Anteil von 20,9 Prozent Dufrys größter Aktionär. Im Zusammenhang mit HNA wurde ausserdem bekannt, dass sich die Chinesen allenfalls von Gategroup trennen könnten und somit eine Rückkehr des Airline-Caterer an die Schweizer Börse möglich sei.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA561 2017-11-29/18:41


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