Gericht lässt bisher ausgeschlossene Simbabwesen zu Wahlen 2018 zu

Harare (APA/dpa) - Bei den für 2018 geplanten Wahlen in Simbabwe dürfen einem Gericht zufolge nun auch etliche Menschen abstimmen, die bishe...

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Harare (APA/dpa) - Bei den für 2018 geplanten Wahlen in Simbabwe dürfen einem Gericht zufolge nun auch etliche Menschen abstimmen, die bisher nicht wählen durften. Bisher waren nur Staatsbürger wahlberechtigt. Am Mittwoch urteilte ein Gericht in Harare, dass nun auch sogenannte „aliens“ - in Simbabwe geborene Menschen, deren Eltern eine andere Staatsbürgerschaft haben - wählen dürfen.

„Sie sind von Geburt Simbabwesen und sie sollten nicht diskriminiert werden“, sagte Richterin Nyaradzo Munangati Manongwa. Eine Bewohnerin von Harare und die führende Oppositionspartei MDC-T hatten den Antrag gestellt.

Das Urteil könnte Experten zufolge der Opposition einen Vorteil verschaffen. Die nun wahlberechtigten Menschen seien weitgehend Unterstützer der Opposition, sagte Analyst Barnabas Thondlana. Demnach sind nun die Chancen auf ein Sieg der Regierungspartei des ehemaligen Langzeitpräsidenten Robert Mugabe geschrumpft. Laut dem Generalsekretär der führenden Oppositionspartei, Douglas Mwonzora, handelt es sich um etwa zwei Millionen Menschen.

Mugabe war 37 Jahre lang in dem Land im südlichen Afrika an der Macht. Bei vergangenen Wahlen ging Mugabe teilweise mit harter Hand gegen die Opposition vor. Nach einem Militärputsch vor zwei Wochen trat der 93-Jährige zurück, sein kurz zuvor geschasster Vizepräsident Emmerson Mnangagwa übernahm das Amt. Dieser bekannte sich in seiner Antrittsrede zu einer „demokratischen“ Wahl. Sie soll bis spätestens August 2018 stattfinden.

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